Küstenforschung


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Publications

A. Retzmann, T. Zimmermann, D. Pröfrock, T. Prohaska, J. Irrgeher (2017): A fully automated simultaneous single-stage separation of Sr, Pb, and Nd using DGA Resin for the isotopic analysis of marine sediments. Analytical and Bioanalytical Chemistry, pp 1–18, doi: 10.1007/s00216-017-0468-6

Abstract:

A novel, fast and reliable sample preparation procedure for the simultaneous separation of Sr, Pb, and Nd has been developed for subsequent isotope ratio analysis of sediment digests. The method applying a fully automated, low-pressure chromatographic system separates all three analytes in a single-stage extraction step using self-packed columns filled with DGA Resin. The fully automated set-up allows the unattended processing of three isotopic systems from one sediment digest every 2 h, offering high sample throughput of up to 12 samples per day and reducing substantially laboratory manpower as compared to conventional manual methods. The developed separation method was validated using the marine sediment GBW-07313 as matrix-matched certified reference material and combines quantitative recoveries (>90% for Sr, >93% for Pb, and >91% for Nd) with low procedural blank levels following the sample separation (0.07 μg L−1 Sr, 0.03 μg L−1 Pb, and 0.57 μg L−1 Nd). The average δ values for Sr, Pb, and Nd of the separated reference standards were within the certified ranges (δ (87Sr/86Sr)NIST SRM 987 of −0.05(28) ‰, δ(208Pb/206Pb)NIST SRM 981 of −0.21(14) ‰, and δ(143Nd/144Nd)JNdi-1 of 0.00(7) ‰). The DGA Resin proved to be reusable for the separation of >10 sediment digests with no significant carry-over or memory effects, as well as no significant on-column fractionation of Sr, Pb, and Nd isotope ratios. Additional spike experiments of NIST SRM 987 with Pb, NIST SRM 981 with Sr, and JNdi-1 with Ce revealed no significant impact on the measured isotopic ratios, caused by potential small analyte peak overlaps during the separation of Sr and Pb, as well as Ce and Nd.

 

Vetere, A., Pröfrock, D. and Schrader, W. (2017): Quantitative and qualitative analysis of three classes of sulfur compounds in crude oil. Angew. Chem. Int. Ed., doi:10.1002/anie.201703205

Abstract:

Due to environmental hazards arising from sulfur containing combustion products, strong legal regulations exist to reduce the sulfur content of transportation fuels down to a few ppm. With the ongoing depletion of low-sulfur crude oil reservoirs, increased technological efforts are needed for crude oil refining to meet these requirements. The desulfurization step is a critical part of the refining process but partly suffers from recalcitrance of certain species against sulfur removal and the inability to quantitatively understand the behaviour of individual classes during the process. Here a new and simple approach for the parallel quantification of three different classes of sulfur species present in crude oils using LC-separation and an online detection and quantification by ICP-MS is shown. This new and simple approach will help to estimate the amount of recalcitrant species and thus to allow a better optimization of desulfurization conditions during fuel production.


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Das Freitagsfoto

Foto: HZG / Ina Frings

Hier haben wir einen Teil eines Ganzes, und dieses Teil erfüllt eine wichtige Funktion. Im Ganzen betrachtet ist es eher eine analoge Variante, der ein ganz simples Prinzip zugrunde liegt. Und doch ist es 100 % aussagekräftig, so völlig ohne digitalen Schnickschnack. Wir wünschen viel Vergnügen beim Rätseln und ein schönes Wochenende!


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Ein Zeppelin auf Wirbeljagd

360°-Film feiert Premiere in Hamburg

Im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane erleben Zuschauerinnen und Zuschauer die aufregende Suche eines Zeppelins nach Meereswirbeln aus der Perspektive eines internationalen Forscherteams im Planetarium

Im Sternensaal des Planetariums Hamburg konnten die Gäste der Premiere in die Wirbeljagd eintauchen. Foto: HZG / Jan-Rasmus Lippels

In der Fulldome-Show „Die Wirbeljagd“ begleitet das Publikum Meeresforscherinnen und -forscher bei ihrer aufwändigen Suche nach bislang unbekannten Wirbeln im Ozean. Weltweit erstmalig kam dafür im Juni 2016 ein Zeppelin zum Einsatz. Jetzt ist die einzigartige Expedition „Uhrwerk Ozean“ in einer 30-minütigen 360°-Produktion zu erleben. Gestern feierte der Film im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Planetarium Hamburg Weltpremiere, ab Mitte August läuft er im Programm. Weitere Aufführungen gibt es im Sommerprogramm des Mediendoms Kiel sowie ab Oktober in den Planetarien von Nürnberg, Flensburg und Berlin.

Rudolf Leisen, Leiter des Referats „System Erde“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Projektleiter des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane, ist begeistert: „Die Expedition ‚Uhrwerk Ozean‘ ist ein herausragendes Beispiel, wie man Forschung auf eindrucksvolle und spannende Weise auch für wissenschaftliche Laien kommunizieren kann. Das macht den Film ‚Die Wirbeljagd‘ zu einem Leuchtturmprojekt im aktuellen Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane.“

==> zur kompletten Pressemitteilung des HZG


Herzlichen Glückwunsch!

Beitrag von Dr. Kirstin Dähnke, Abteilung Aquatische Nährstoffkreisläufe

Lisa Brase aus der Abteilung „Aquatische Nährstoffkreisläufe“ hat am Dienstag Nachmittag an der Universität Hamburg erfolgreich ihre Dissertation verteidigt. In ihrer Arbeit mit dem Titel “Role of nitrification, denitrification, and nitrous oxide (N2O) production in aquatic nitrogen cycling“ untersuchte sie besonders biologische Prozesse, die an der Freisetzung von Lachgas beteiligt sind.

Lachgas (N2O) ist nach Kohlendioxid und Methan das drittwichtigste Treibhausgas. Neben Verbrennungsprozessen entsteht es vor allem während der Nitratatmung (Denitrifikation) und der Oxidation von Ammonium zu Nitrit (Nitrifikation). Beide Prozesse werden durch Mikroorganismen gesteuert und finden in landwirtschaftlich genutzten Flächen, aber insbesondere auch in nährstoffreichen Gewässern, wie zum Beispiel der Elbe, statt.

Lisa Brase hat sich auf die Bildung von Lachgas in der Elbe konzentriert. In hochauflösenden Messungen auf Feldkampagnen mit dem Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ und in Zusammenarbeit mit dem Hygieneinstitut Hamburg fand sie heraus, dass besonders das Gebiet des Hamburger Hafens eine starke Quelle von Lachgas ist. Interessanterweise ist diese Freisetzung von Lachgas seit 20 Jahren unverändert hoch, obwohl sich der Zustand der Elbe seitdem deutlich verbessert hat und die Nährstofffrachten gesunken sind.

Lisa Brase mit ihrer Betreuerin Dr. Kirstin Dähnke. Foto: HZG / Alexander Bratek

Wir gratulieren Lisa ganz herzlich und wünschen alles Gute!


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Weitere Fundmeldungen

von der deutschen Ostseeküste, hier wurden Flaschen vom Abwurf am 06.07.17 gefunden.

Herr B. schrieb uns eine Mail: „…ich habe eine Flaschenpost Ihrer Aktion gefunden, und zwar am Strand von Ostermade am 9.7.2017 gegen 8:30 Uhr. Laut Mitteilung war die Post am 8.7. auf der Fahrt von Timmendorf nach Kiel ins Meer gegeben worden …“

Die Schweizer Familie S. ist in Urlaub an der Ostsee und meldete Folgendes: „… Wir haben eine Flaschenpost gefunden! Am Strand zwischen Karksdorf und Ostermade vor dem Campingplatz Costa Sahna am 10.7.17! Unsere Tochter freute sich, da sie noch nie eine gefunden hatte… wir jedoch immer wieder von einer Flaschenpost erzählten. Wir verbringen hier im Norden unseren Urlaub und kommen aus der Schweiz! …“

Ganz herzlichen Dank an die Finder mit ihren Fundmeldungen – wir freuen uns mit! 🙂 In der Karte sieht es nach aktuellem Stand so aus (ungefähr, was die Markierungen angeht):

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0) http://www.openstreetmap.org


Finale der Elbschwimmstaffel in Geesthacht

Die Elbschwimmstaffel fand im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt. Die Schwimmer beendeten gestern in Geesthacht die 19. und letzte Etappe der Staffel. Vor Ort präsentierten sich die Veranstalter gemeinsam mit lokalen Partnern, zu denen neben dem Projekt Wanderfisch auch der Fachdienst Umwelt der Stadt Geesthacht, die Flussgebietsgemeinschaft Elbe sowie das Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht zählten.

Auf dem Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ präsentierten die Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung ihre Projekte, Studien und Ergebnisse rund um die Forschung an der Elbe.

==> zur kompletten HZG News


Bis nach Westlolland

in Dänemark hat es eine Flaschenpost geschafft. Die Flasche mit dem Brief von Marie, Klasse 3b der Regenbogenschule wurde von Frau Hienzsch und Herrn Frenzel bei einem Mittagsspaziergang am 9. Juli an der Küste von Lolland (Nähe Langø) entdeckt. Da ist die Flasche innerhalb von 3 Tagen wirklich weit verdriftet worden!

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0) http://www.openstreetmap.org

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Hienzsch und Herrn Frenzel für den netten Kontakt und die zur Verfügung gestellten Fotos!

Eine weitere Fundmeldung erreichte uns ebenfalls vom „Albuen Strand“ auf der Insel Lolland. Dort hat Herr Wedler am 10.07. auch eine Flaschenpost entdeckt! Tolle Nachrichten, dass die Flaschen international unterwegs waren 🙂 Herzlichen Dank für die nette Fundmeldung!


Pock­mark­fel­der vor Hel­go­land

Screenshot Website marum.de

Es gibt eine aktuelle Veröffentlichtung zur Studie so genannter Pockmarkfelder vor Helgoland, die unter Federführung des MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, durchgeführt wurde. Daran beteiligt waren Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung aus der Abteilung Aquatische Nährstoffkreisläufe.

Der eng­li­sche Be­griff pock­mark (deutsch: Po­cken­n­ar­be) be­zeich­net cha­rak­te­ris­ti­sche Kra­ter am Ge­wäs­ser­bo­den, die beim Aus­tritt von Flüs­sig­kei­ten oder Ga­sen aus dem Un­ter­grund ent­ste­hen. Vor Helgoland haben die Wissenschaftler beim Kartieren des Meeresbodens tausende Krater entdeckt, die im Zu­sam­men­hang mit er­höh­ten Me­than­kon­zen­tra­tio­nen im Se­di­ment als so ge­nann­te Pock­marks iden­ti­fi­ziert wurden.

Weitere Informationen zur Studie und den Ergebnissen gibt es auf der MARUM Webseite.

Knut Krä­mer, Pe­ter Hol­ler, Ga­bri­el Herbst, Alex­an­der Bra­tek, Soe­ren Ah­mer­kamp, An­dre­as Neu­mann, Alex­an­der Bar­tho­lo­mä, Jus­tus E.E. van Beu­se­kom, Mo­ritz Hol­tap­pels und Chris­ti­an Win­ter (2017): Ab­rupt emer­gence of a lar­ge pock­mark field in the Ger­man Bight, sou­theas­tern North Sea. Sci­en­ti­fic Re­ports 7, 2017; DOI: 10.1038/s41598-017-05536-1

Abstract:

A series of multibeam bathymetry surveys revealed the emergence of a large pockmark field in the southeastern North Sea. Covering an area of around 915 km2, up to 1,200 pockmarks per square kilometer have been identified. The time of emergence can be confined to 3 months in autumn 2015, suggesting a very dynamic genesis. The gas source and the trigger for the simultaneous outbreak remain speculative. Subseafloor structures and high methane concentrations of up to 30 μmol/l in sediment pore water samples suggest a source of shallow biogenic methane from the decomposition of postglacial deposits in a paleo river valley. Storm waves are suggested as the final trigger for the eruption of the gas. Due to the shallow water depths and energetic conditions at the presumed time of eruption, a large fraction of the released gas must have been emitted to the atmosphere. Conservative estimates amount to 5 kt of methane, equivalent to 67% of the annual release from the entire North Sea. These observations most probably describe a reoccurring phenomenon in shallow shelf seas, which may have been overlooked before because of the transient nature of shallow water bedforms and technology limitations of high resolution bathymetric mapping.


Stellenausschreibung / Job offer

Chemisch-Technischer Assistent (CTA) (m/w) oder Biologisch-Technischer Assistent (BTA) (m/w)

In unserem Institut für Küstenforschung  im Institutsteil Biogeochemie im Küstenmeer suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt – befristet auf zwei Jahre – einen Chemisch-Technischen Assistenten (CTA) (m/w) oder einen Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) (m/w).

Ihre Aufgaben:

Sie werden für die Probennahme und Aufbereitung von Wasser- und Sedimentproben, deren Analyse auf biologisch-chemische Parameter und Datenerfassung zuständig sein, sowie die seegängigen Expeditionen laborseitig vorbereiten und daran teilnehmen. Sie werden speziell verantwortlich sein für:

  • Nährstoff-, Sauerstoff-, Karbonatsystem-Analytik (u.a. mit Autoanalyzer, Elementanalyzer, Ionen-Chromatographie, Titration, Spektrophotometer)
  • Einsatz von Sauerstoff-Mikrosensorik
  • Datenerfassung für Datenbanken

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Ausbildung zum CTA (m/w) oder BTA (m/w)
  • nachweisbare Expertise in der der o.g. Analytik, sowie in elektronischer Datenerfassung sind zwingend erforderlich
  • Seetauglichkeit unter erhöhter körperlicher Beanspruchung
  • Bereitschaft zu mehrtägigen bis mehrwöchigen Einsätzen auf Forschungsschiffen mit internationaler Besatzung unter erschwerten Seeeinsatzbedingungen
  • sehr gute Team- und Organisationsfähigkeit
  • gute Englisch- und Deutschkenntnisse in Wort und Schrift

Der Arbeitsort ist Geesthacht. Die Bewerbungsfrist endet am 22. August 2017.

==> Details zum Stellenangebot


5 auf einen Streich!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Dienst, die uns eine Fundmeldung von 5 Flaschen telefonisch durchgab! Sie hatte die Flaschenposten gestern bei einem langen Abendspaziergang mit Hund am Strand gefunden. Die Flaschen waren sehr weit verstreut. Die Briefeschreiber und Bildermaler müssen sich noch ein bisschen gedulden bis zur persönlichen Rückmeldung bei ihnen, denn Frau Dienst ist zur Zeit im Urlaub in der Nähe von Kraksdorf an der Ostsee.

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0)
http://www.openstreetmap.org