Küstenforschung


Herzlichen Glückwunsch!

Beitrag von Dr. Kirstin Dähnke, Abteilung Aquatische Nährstoffkreisläufe

Lisa Brase aus der Abteilung „Aquatische Nährstoffkreisläufe“ hat am Dienstag Nachmittag an der Universität Hamburg erfolgreich ihre Dissertation verteidigt. In ihrer Arbeit mit dem Titel “Role of nitrification, denitrification, and nitrous oxide (N2O) production in aquatic nitrogen cycling“ untersuchte sie besonders biologische Prozesse, die an der Freisetzung von Lachgas beteiligt sind.

Lachgas (N2O) ist nach Kohlendioxid und Methan das drittwichtigste Treibhausgas. Neben Verbrennungsprozessen entsteht es vor allem während der Nitratatmung (Denitrifikation) und der Oxidation von Ammonium zu Nitrit (Nitrifikation). Beide Prozesse werden durch Mikroorganismen gesteuert und finden in landwirtschaftlich genutzten Flächen, aber insbesondere auch in nährstoffreichen Gewässern, wie zum Beispiel der Elbe, statt.

Lisa Brase hat sich auf die Bildung von Lachgas in der Elbe konzentriert. In hochauflösenden Messungen auf Feldkampagnen mit dem Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ und in Zusammenarbeit mit dem Hygieneinstitut Hamburg fand sie heraus, dass besonders das Gebiet des Hamburger Hafens eine starke Quelle von Lachgas ist. Interessanterweise ist diese Freisetzung von Lachgas seit 20 Jahren unverändert hoch, obwohl sich der Zustand der Elbe seitdem deutlich verbessert hat und die Nährstofffrachten gesunken sind.

Lisa Brase mit ihrer Betreuerin Dr. Kirstin Dähnke. Foto: HZG / Alexander Bratek

Wir gratulieren Lisa ganz herzlich und wünschen alles Gute!


Herzlichen Glückwunsch!

Daniela Siedschlag aus der Abteilung Sozioökonomie des Küstenraumes hat am Dienstag Nachmittag mit Erfolg ihre Dissertation verteidigt. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautet: Das Konzept Emotionale Vulnerabilität – Ein Beitrag zur Hazardforschung am Beispiel der Insel Pellworm. Was sich konkret dahinter verbirgt, hat sie uns erklärt:

Im Rahmen der Dissertation wurde das Konzept „Emotionale Vulnerabilität“ entwickelt. Das Konzept erfasst und erklärt, dass Menschen eine individuelle emotionale Bindung an ihren Wohnort haben und eine daraus resultierende emotionale Verwundbarkeit, wenn der Wohnort durch ein Naturereignis (z.B. Sturmfluten) oder dem Meeresspiegelanstieg verändert oder gar zerstört wird. Ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Konzeptes war, die Bindung von Menschen an ihren Wohnort (z.B. wegen der Landschaft, der sozialen Kontakte, der wirtschaftlichen Faktoren vor Ort) zu untersuchen. Hierfür wurden empirische Daten auf der Nordseeinsel Pellworm erhoben – zum einen im Rahmen einer standardisierten Haushaltsbefragung (n=361) und zum anderen über problemzentrierte Interviews (n=14). Das Konzept „Emotionale Vulnerabilität“ weist neben dem theoretischen auch einen relevanten anwendungsorientierten Beitrag auf. Denn anhand des Konzeptes können die emotionale Bindungen von Menschen an ihren Wohnort besser verstanden und somit raumwirksame Schutz- und Anpassungsmaßnahmen in Bezug auf Naturereignisse und dem Meeresspiegelanstieg sozial verträglicher durchgeführt werden. (Quelle: Daniela Siedschlag)

Daniela Siedschlag mit ihren Betreuern Prof. Dr. Beate Ratter und Martin Döring. Foto: HZG / Sabine Billerbeck


Erfolgreiche Teilnahme an der ICCE

Vom 18.06. – 22.06.2017 fand die 16th International Conference on Chemistry and the Environment (ICCE) am Campus Blindern der Universität Oslo statt. Aus der Abteilung Umweltchemie präsentierten Zhiyong Xie, Jonathan Fengler und Christina Apel ihre Forschungsarbeiten.

Zhiyong Xie hielt einen Vortrag zu “Long-range Transport and Spartial Distribution of Organophosphate Flame Retardants and plastizicers in the Marine and Polar Environment”. Jonathan Fengler, der seit Ende letzten Jahres seine Masterarbeit zum Thema „Entwicklung einer Methode zur Bestimmung von synthetischen Antioxidantien in der marinen Umwelt“ durchführt, nutzte den internationalen Rahmen, um seine bisherigen Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

Christina Apel präsentierte ihre Forschungsarbeit zu „Occurrence and distribution of organic UV stabilizers in sediments of the Bohai Sea and Laizhou Bay“ in einem Poster-Beitrag, welcher mit dem Best Poster Award 2017 der EuCheMS Division of Chemistry and the Environment ausgezeichnet wurde.

Herzlichen Glückwunsch zum Best Poster Award, liebe Christina!

Foto: Ulla Bollmann


Herzlichen Glückwunsch! / Congratulations!

Maria Pyrina hat am letzten Freitag ihre Dissertation mit dem Titel North Atlantic Ocean decadal variability over the past millennium from climate model simulations and proxy based reconstructions erfolgreich verteidigt.

Das Hauptergebnis von Marias Arbeit bezieht sich auf die Rekonstruktion der Nordatlantischen Klimaschwankungen während der letzten 1000 Jahre. Die Ergebnisse basieren auf der jährlich aufgelösten Muschel Arctica islandica. Die Analysen zeigten, dass zwei der Fundorte von Arctica islandica ein überregionales Klimasignal repräsentieren, welches das gesamte ostatlantische Becken abdeckt (Pyrina et al., Clim Dyn (2017), doi: 10.1007/s00382-017-3536-x). Dies ist ein sehr wichtiges Ergebnis, welches aus dem marinen Proxy Arctica islandica abgeleitet werden kann. Zusätzlich hat Maria verschiedene statistische Methoden analysiert, welche angewendet werden, um großskalige Felder von Meeresoberflächentemperaturen basierend auf dem Netzwerk der Fundorte von Arctica islandica zu rekonstruieren (Pyrina et al., Clim. Past Discuss (2017), doi:10.5194/cp-2017-61). Die Überprüfung von statistischen Methoden ist ein wichtiger methodischer Schritt, da die Qualität von Klimarekonstruktionen zu einem Großteil von der angewandten statistischen Methode abhängt.

Last Friday Maria Pyrina successfully defended her doctor’s thesis North Atlantic Ocean decadal variability over the past millennium from climate model simulations and proxy based reconstructions.

One of the most important findings of Marias work relates to the reconstruction of North Atlantic climate variability during the last millennium, on the basis of annually resolved marine proxy data from the bivalve mollusk Arctica islandica. Two of the locations where Arctica islandica is collected are found to contain a broad climatic signal of the eastern Atlantic basin (Pyrina et al., Clim Dyn (2017), doi: 10.1007/s00382-017-3536-x). That is a valuable finding regarding the information that can be extracted by Arctica’s proxy records. Additionally, she assessed different statistical methods that can be applied for the reconstruction of large scale sea surface temperature patterns based on the network of Arctica islandica (Pyrina et al., Clim. Past Discuss (2017), doi:10.5194/cp-2017-61). The assessment of statistical methods is an important methodological step, as the quality of past climate reconstructions largely depends on the statistical method applied.

(Text: Sebastian Wagner, Photos: Sabine Billerbeck)


Mitarbeiter stellen sich vor: Raimo Kopetzky

Welchen fachlichen Hintergrund haben Sie?

Kurz nach der Schule habe ich eine Ausbildung als Elektromechaniker in Leipzig absolviert und danach mehrere Jahre in einer Firma für Aufzugtechnik in der elektronischen Abteilung gearbeitet.

Eines Abends – nach einigen Gläsern Rotwein – kam ich dann zu der Entscheidung, dass da vielleicht doch noch etwas Entwicklungspotential vorhanden sein könnte. Daraufhin habe ich mein Abitur im zweiten Bildungsweg am Abendgymnasium absolviert und anschließend Umweltwissenschaften in Lüneburg studiert (Schwerpunkt: Umweltchemie). Als zu Beginn meiner Diplomarbeitsphase reihenweise die analytischen Geräte ausfielen, habe ich dann festgestellt, dass ich mein elektrotechnisches/elektronisches Wissen doch noch verwenden kann . . .

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Mein Arbeitsalltag ist sehr abwechlungsreich, und ich kann meine Zeit und die zu erledigenden Arbeiten größtenteils selber einteilen. Neben den üblichen Büroarbeiten am Computer schraube ich viel an unzähligen Geräten herum (ScanFish, Glider und meine Lieblingsboje), bin einige Male im Jahr auf Messkampagnen mit der „Ludwig Prandtl“ oder „Heincke“ unterwegs, präsentiere Schüler- und Lehrergruppen unsere Geräte und kämpfe mich qualitätssichernd durch die gesammelten Daten der Messkampagnen. Von Zeit zu Zeit kann ich auch mein chemisches Wissen etwas anwenden, da ich für einige Kalibrierarbeiten an unseren Geräten mitverantwortlich bin.

Was ist Ihr großes Ziel? / Was war Ihr bisher größter Erfolg?

Vielleicht gibt es nicht das große Ziel und den größten Erfolg, sondern eher die ganz vielen kleinen Erfolge: Wenn bei einer Messfahrt alle Geräte zuverlässig ihre Daten abliefern und den Einsatz ohne größere Ausfälle und Verluste überstehen, ist das schon sehr beruhigend und ein Ansporn für die nächsten Kampagnen.

Was ist Ihr persönliches Markenzeichen?

Sollte ich mal – trotz Schnee und Sturm – nicht im Institut erscheinen, gibt es genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich bin auf einer Schiffskampagne oder mit meinem Fahrrad irgendwo im Wald, im Schlamm oder Schnee versunken. Das ist vielleicht mein Markenzeichen: Ich liebe Fahrad fahren und das völlig unabhängig vom Wetter oder dem Untergrund.

 

Foto: privat

(mehr Informationen zu Raimo Kopetzky)


Dr. Johanna Irrgeher im ZEIT Campus Magazin

Vor Kurzem waren Journalisten des ZEIT Campus Magazins in unserem Institut für Küstenforschung zu Gast. In einer Beilage zum Thema „Berufsbilder und MINT-Berufe“ (MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wird die junge Wissenschaftlerin Dr. Johanna Irrgeher aus der Abteilung Marine Bioanalytische Chemie in der Reihe „Berufseinsteiger zeigen ihre Arbeitswelt“ vorgestellt.

Cover der ZEITCampus-Beilage „Berufsbilder“

Im Fokus stehen ihr Werdegang und ihre Arbeit mit Wasser- und Bodenproben. Die Journalisten beschreiben auch ihren Arbeitsalltag. Während des Fotoshootings zeigte Johanna Irrgeher ihre Arbeitsplätze, die neben dem Schreibtisch auch unterschiedliche Laborräume mit verschiedenen Geräten, wie z.B. das Massenspektrometer, umfassen.

Der Beitrag ist nun in der Beilage der aktuellen Ausgabe des ZEIT Campus Magazins zu sehen, die gerade erschienen ist. Schauen Sie rein!


Erfolgreiche Verteidigung!

Gestern hat Prosper Evadzi, Doktorand in der Abteilung Coastal Impacts – Langfristige Einflüsse und Auswirkungen auf Küstengebiete, seine Doktorarbeit mit dem Titel Regional Sea-Level at the retreating coast of Ghana under a changing climate erfolgreich an der Universität Hamburg verteidigt.

Von rechts nach links: Prof. Dr. Gerald Schmiedl, Prof. Dr. Uwe A. Schneider (beide Uni Hamburg), Prosper Evadzi, Birgit Hünicke (beide HZG), Prof. Dr. Jürgen Scheffran (Uni Hamburg), Dr. Hans von Storch (ehem. HZG), Eduardo Zorita (HZG). Foto: HZG / Xing Yi

Wir gratulieren Prosper ganz herzlich zur erfolgreichen Disputation und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute!


Heute bloggen wir!

Beitrag von Marie und Noel, Schülerpraktikanten

Im Zeitraum vom 8. bis 19. Mai 2017 fand im Helmholtz-Zentrum, im Institut für Küstenforschung, ein Schülerpraktikum statt. Wir vier Praktikanten (Marie, Noel, Felix und Yannek) waren in zwei Gruppen aufgeteilt.  Am letzten Tag des Praktikums bekamen wir, Marie und Noel, die Aufgabe, über die Tätigkeit der anderen beiden Praktikanten zu berichten.

Wir haben Felix und Yannek dabei beobachtet, wie sie die Auswertung von Daten am Computer, die Qualitätskontrolle für die FerryBox gemacht und die Trübung von Wasserproben gemessen haben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Felix hat sogar am letzten Tag des zweiwöchigen Praktikums  Kuchen mitgebracht.

(Fotos: Marie und Noel für HZG)


Erfolgreich verteidigt!

Am vergangenen Dienstag, dem 2. Mai 2017, hat Sitar Karabil, Doktorand im Institutsteil Systemanalyse und Modellierung, Abteilung Einflüsse und Auswirkungen auf Küstengebiete seine Doktorarbeit an der Universität Hamburg erfolgreich verteidigt.

Die Doktorarbeit fertigte er im Rahmen der Graduiertenschule SICCS (School of Integrated Climate System Sciences) im Exzellenzcluster Integrated Climate System Analysis and Prediction (CliSAP) an. Der Titel der Disputation lautete Mechanisms of sea-level variability in the Baltic sea region for the period 1850-2100.

Sitar Karabil (Mitte) nach erfolgreicher Verteidigung mit seinen Betreuern aus dem Institut für Küstenforschung Dr. Birgit Hünicke und Dr. Eduardo Zorita. Foto: HZG / Sabine Billerbeck

Wir gratulieren Sitar ganz herzlich zur erfolgreichen Disputation und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft!


Richtig gemessen und verteidigt

Beitrag von Volker Dzaak

Am 28. April 2017 hat Franziska Heydebreck ihre Dissertation „Per- and polyfluoroalkyl substances in the environment – shifting toward fluorinated alternatives?erfolgreich an der Universität Hamburg verteidigt. In Kooperation mit dem Yantai Institute of Coastal Zone Research hat Franziska Heydebreck u.a. die Schadstoffkonzentrationen von perfluorierten Tensiden im Oberflächenwasser in der Deutschen Bucht einschließlich der Ästuare von Ems, Weser und Elbe mit den Schadstoffkonzentrationen im Fluss Xiaoqing, der in das chinesische Bohai Meer mündet, verglichen. Es konnten große Konzentrationsunterschiede festgestellt werden (F. Heydebreck, J. Tang, Z. Xie, R. Ebinghaus: Alternative and Legacy Perfluoroalkyl Substances: Differences between European and Chinese River/Estuary Systems. Environmental Science & Technology, 49, 2015, 8386-8395). Perfluorierte Tenside werden u.a. zur Herstellung von atmungsaktiven Jacken und für die Produktion von Feuerlöschschäumen eingesetzt. Seit Oktober 2016 ist Franziska Heydebreck am Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Stade tätig.

Wir gratulieren Franziska Heydebreck ganz herzlich zu ihrer erfolgreichen Disputation und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute!