Küstenforschung


Noch eine Flaschenpost

aus unserer ersten Serie von der Überfahrt Wismar -> Heiligenhafen wurde ebenfalls am 07.07. gefunden, nämlich am Strand von Meschendorf. Damit wurden an dem Tag bereits 2 Flaschen gefunden und die Fundstellen liegen gar nicht so weit auseinander. Die Nachricht erreichte uns heute telefonisch und wir bedanken uns ganz herzlich für die Rückmeldung!

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2 Fundmeldungen

der am 07.07. ausgesetzten Flaschenposten erreichten uns – herzlichen Dank! Beide Flaschen wurden am 10.07. gefunden. Eine davon am Strand von Bojendorf auf Fehmarn, die andere Flasche hat ein Seglerpaar bei Flüggesand aus dem Wasser geangelt.

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Nehmen wir nun noch die Fundmeldung dazu, wo eine Flaschenpost am 14.07. in Großenbrode gefunden wurde:

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Die Funde zeigen uns, dass es keine „Standard“ Reiseroute einer Flaschenpost gibt. Sonst hätten ja alle Flaschen denselben Weg genommen. Der Hinweis in der Fundmeldung mit „Flüggesand“ betrifft eine Sandbank, von denen mehrere dort anzutreffen sind. Die sich auch ständig verändern. Um diese herum sowie an der Insel Fehmarn herrschen unterschiedliche Strömungsverhältnisse.

Am Tag, als die Flaschen ausgesetzt wurden, herrschte noch ordentlich Wind vom Sturm zuvor. So kann es sein, dass vielleicht einige Flaschen direkt auf eine Sandbank gedrückt wurden, wovon manche unter Umständen erstmal versanden, bevor der nächste Sturm die Ostsee wieder so aufwühlt, dass sie frei kommen. Gut möglich, dass die Flaschen unterschiedliche Wege entlang der Sandbänke genommen haben.

Die „geangelte“ Flasche von Flüggesand kann man genau genommen nicht mitzählen, weil sie ihre Reise noch nicht beendet hatte. Wäre sie einige Tage später auch am Strand von Bojendorf angelandet oder wäre sie weiter südöstlich verdriftet worden in Richtung Großenbrode?

Das Abenteuer ist noch nicht zu Ende! Wir sind auf die nächsten Fundmeldungen gespannt, ob sich daraus ein „Trend“ ermitteln lässt und wie dieser dann zu der berechneten „Standard“ Reiseroute passt.


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Angelandet

ist eine Flasche aus der Serie des Abwurfs am 07.07. von Heiligenhafen nach Rendsburg. Wir haben eine sehr nette Fundmeldung telefonisch erhalten, dass die Flasche am 14.07. am Weststrand von Großenbrode gefunden wurde. Die Briefeschreiber bekommen natürlich auch eine Antwort 🙂 Herzlichen Dank!

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Gespannt warten wir auf die nächsten Fundmeldungen! Wo werden andere Flaschen anlanden? Heiligenhafen? Schaffen es einige vielleicht durch den Fehmarnsund bis in die Mecklenburger Bucht und setzen dort ihre Reise fort? Sind einige Flaschen nach dem Aussetzen vielleicht weiter nördlich um Fehmarn herum gedriftet? Es bleibt spannend!


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Flaschen über Bord!

Hier ist es nochmal ganz prima dokumentiert, dass die Flaschenposten von Heiligenhafen in der Ostsee ausgesetzt wurden. Farewell und viele glückliche Finder, die auch allesamt den Briefeschreibern eine Rückmeldung geben!

(Video: HZG/Marcus Reckermann)

Das Video nehmen wir heute mal als bewegtes Freitagsfoto und da schließt sich natürlich unser Rätsel an 🙂 Wie viele Flaschen waren es denn, die über Bord gegangen sind? Zu einfach? Na, dann viel Spaß beim Zählen und ein schönes Wochenende!


Ein herzliches Dankeschön

logo_rendsburgan die Stadt Rendsburg, die uns bereits tatkräftig im Vorfeld der Tour unterstützt hatte und die Informationen mit Plakaten, Flyern und Weitergabe an die örtliche Presse verteilt hat, auch an die Touristik Büros am Nord-Ostsee-Kanal. Und ebenso die kurzfristige Absage unserer „Open Ship“ Veranstaltung entsprechend verbreitet hat.

Die „Ludwig Prandtl“ am Obereiderhafen:

Bei der Abendveranstaltung in der Pferdehalterei am Ahlmannkai sprach zunächst Prof. Dr. Hans von Storch einige einleitende Worte. Danach hielt Dr. Volker Matthias seinen Vortrag über Schiffsemissionen im norddeutschen Küstenraum und Prof. Dr. Karl Ulrich Kainer lud die Zuhörer zu einem thematischen Wechsel mit „metallischen Leichtbaustoffen in der Verkehrstechnik“ in die Werkstoffforschung ein.

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Blick auf die Pferdehalterei am Ahlmann Kai, Foto: HZG/Volker Matthias