Küstenforschung


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Gerätselt

haben wir schon seit einiger Zeit, was wohl aus den ausgesetzten Flaschenposten von Sassnitz geworden ist …

Foto: privat

Jetzt haben wir eine tolle Rückmeldung von Familie M. erhalten:

“ … Die Flaschenpost wurde am 17.7. 2017 im Örtchen Niechorze direkt neben dem Leuchtturm aus der polnischen Ostsee gefischt.“

Das ist grandios! Auch diese Flaschen waren sehr abenteuerlustig und haben sich in internationale Gewässer verdriften lassen. Es wäre zu einfach gewesen, sich direkt nach dem Abwurf an die Strände Rügens in Sichtweite anspülen zu lassen. Oder ein Stück weiter auf Usedom anzulanden. Frei nach dem Motto: Wenn schon, denn schon …

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0) http://www.openstreetmap.org

Herzlichen Dank an Familie M. für die super nette Fundmeldung!


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Weitere Fundmeldungen

von der deutschen Ostseeküste, hier wurden Flaschen vom Abwurf am 06.07.17 gefunden.

Herr B. schrieb uns eine Mail: „…ich habe eine Flaschenpost Ihrer Aktion gefunden, und zwar am Strand von Ostermade am 9.7.2017 gegen 8:30 Uhr. Laut Mitteilung war die Post am 8.7. auf der Fahrt von Timmendorf nach Kiel ins Meer gegeben worden …“

Die Schweizer Familie S. ist in Urlaub an der Ostsee und meldete Folgendes: „… Wir haben eine Flaschenpost gefunden! Am Strand zwischen Karksdorf und Ostermade vor dem Campingplatz Costa Sahna am 10.7.17! Unsere Tochter freute sich, da sie noch nie eine gefunden hatte… wir jedoch immer wieder von einer Flaschenpost erzählten. Wir verbringen hier im Norden unseren Urlaub und kommen aus der Schweiz! …“

Ganz herzlichen Dank an die Finder mit ihren Fundmeldungen – wir freuen uns mit! 🙂 In der Karte sieht es nach aktuellem Stand so aus (ungefähr, was die Markierungen angeht):

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0) http://www.openstreetmap.org


Bis nach Westlolland

in Dänemark hat es eine Flaschenpost geschafft. Die Flasche mit dem Brief von Marie, Klasse 3b der Regenbogenschule wurde von Frau Hienzsch und Herrn Frenzel bei einem Mittagsspaziergang am 9. Juli an der Küste von Lolland (Nähe Langø) entdeckt. Da ist die Flasche innerhalb von 3 Tagen wirklich weit verdriftet worden!

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0) http://www.openstreetmap.org

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Hienzsch und Herrn Frenzel für den netten Kontakt und die zur Verfügung gestellten Fotos!

Eine weitere Fundmeldung erreichte uns ebenfalls vom „Albuen Strand“ auf der Insel Lolland. Dort hat Herr Wedler am 10.07. auch eine Flaschenpost entdeckt! Tolle Nachrichten, dass die Flaschen international unterwegs waren 🙂 Herzlichen Dank für die nette Fundmeldung!


5 auf einen Streich!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Dienst, die uns eine Fundmeldung von 5 Flaschen telefonisch durchgab! Sie hatte die Flaschenposten gestern bei einem langen Abendspaziergang mit Hund am Strand gefunden. Die Flaschen waren sehr weit verstreut. Die Briefeschreiber und Bildermaler müssen sich noch ein bisschen gedulden bis zur persönlichen Rückmeldung bei ihnen, denn Frau Dienst ist zur Zeit im Urlaub in der Nähe von Kraksdorf an der Ostsee.

© OpenStreetMap-Mitwirkende (CC BY-SA 2.0)
http://www.openstreetmap.org


Gefunden!

Die erste Fundmeldung zu unserer Aktion Flaschenpost erreichte uns gestern von Familie Wüstefeld, die uns sehr schöne Fotos dazu schickte. Die Flasche enthielt Briefe aus dem Abwurf vom 08.07.

„… Die Flaschenpost wurde heute 10.07.17 um 11:15 Uhr am Strand von Süssau Gemeinde Heringsdorf in SH gefunden. Wir werden jeden persönlich über den Fund informieren, wir haben uns sehr gefreut und finden eure Aktion sehr vorbildlich, bitte macht weiter so … Eigentlich haben unsere Hunde Joyce, Nala und Funy (von links) die Post gefunden …“

(Fotos: privat)

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Rückmeldung und freuen uns mindestens so doll wie die Flaschenbrief-Künstler! 🙂


Ein Kommentar

Ein Gruß

der zahlreichen Besucher gestern an Bord unseres Forschungsschiffs „Ludwig Prandtl“ auf der Insel Poel an unbekannte Empfänger … Die Flaschenposten wurden heute um 10:00 Uhr auf der Ostsee ausgesetzt. Danke an die Kollegin und Kollegen, die den Abwurf ermöglicht und im Bild eingefangen haben! Kleiner Scherz am Rande: Der Kasten wurde natürlich nicht abgeworfen 😉

(Fotos: Hans von Storch)

Wir wünschen euch und den Flaschenposten eine gute Reise 🙂


Stellvertretend

für all die Flaschenposten, die gestern an Bord gebastelt wurden, haben wir hier ein spezielles Exemplar, das uns besonders ans Herz gelegt wurde. Mit der Bitte, diese Flaschenpost heute ebenfalls auf unserer Überfahrt auszusetzen. Das machen wir natürlich gerne 🙂

Irgendwann spontan beschlossen wir auf der Überfahrt, dass es an der Zeit wäre, die „Mitreisenden“ umsteigen zu lassen. Denn bis zu diesem Punkt war es ja ein sicheres und zuverlässiges Transportmittel. Doch nun sollte den Flaschenposten das große Abenteuer winken. Also haben wir die „Anhalter“ mitten auf der Ostsee rausgeworfen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Zur Probe wurde zunächst ein bisschen an der Wurftechnik gefeilt:

Dann hieß es: Ab die Post und gute Weiterreise!

 

Endstation unbekannt, aber den Startpunkt kennen wir.

(Fotos und Video: HZG / Ina Frings)


Flaschenpost über Bord!

Auf der Überfahrt haben wir natürlich auch all die fleißig geschriebenen Briefe und gemalten Bilder ein Stück mitgenommen.

Per Anhalter sozusagen. Doch irgendwann mussten sie allein weiterreisen …

Den genauen Zeitpunkt und Ort mit Längen- und Breitengrad haben wir uns auf der Kommandobrücke anzeigen lassen:

Ahoi und gute Weiterreise! Wir drücken ganz fest die Daumen, dass alle Flaschen gefunden werden und die Briefeschreiber eine Antwort erhalten.

(Fotos: HZG / Ina Frings)


Huch!

Da kommt man aus der Mittagspause zurück in den Büroflur und plötzlich steht dort dieser große, blaue Kasten.
Und dazu die Worte einer Kollegin „Die Flaschenpost ist erwachsen geworden“.

Foto: HZG / Jessica Klepgen

Foto: HZG / Jessica Klepgen

Was es genau mit dem Kasten und der erwachsenen Flaschenpost auf sich hat, das verraten wir demnächst hier auf dem Küstenforschungsblog. Man darf gespannt sein 🙂


Reiserouten der Flaschenposten

Im Juli hatten wir unsere Besucher an Bord der „Ludwig Prandtl“ dazu eingeladen, Flaschenbriefe zu verfassen. Bei unseren Überfahrten von Wismar nach Heiligenhafen sowie Heiligenhafen nach Rendsburg haben wir diese Flaschenposten ausgesetzt.

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Foto: HZG / Volker Matthias

Anhand der Wind- und Strömungsdaten (Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, BSH) haben unsere Wissenschaftler der Abteilung Modellierung zur Bewertung von Küstensystemen die Reiseroute für jeweils eine Flasche von den beiden Abwurfpunkten ermittelt. Die Bilder zeigen den Reiseweg über 2, 5 und 43 Tage – unter der Annahme, dass die Flasche zwar Land berühren kann, aber dort nicht unbedingt hängen bleibt. Das eigentliche Stranden ist sehr schwer vorherzusagen, es könnte irgendwo auf der gezeigten Reiseroute geschehen.

Für die Beispielflasche aus dem Abwurf der Wismarer Bucht kann dies bedeuten, dass sie irgendwo im Bereich der Küstenlinie Mecklenburg-Vorpommerns angespült wurde. Es gab Fundmeldungen, dass zwei Flaschen bereits nach 2 Tagen angelandet sind. Diese Flaschen waren also schneller unterwegs als unsere Beispielflasche in der Modellrechnung. Aber sie sind dort angelandet, wo die Modellrechnung das erste Mal eine Landberührung verzeichnet, nämlich ungefähr in Höhe des Ortes Kühlungsborn.

Die Beispielflasche aus dem Abwurf westlich der Insel Fehmarn streift im Modell die dänische Insel Lolland, bevor sie sich weiter in östlicher Richtung bewegt. Zu diesem Abwurf hatten wir bereits 3 Fundmeldungen, die sich deutlich von der Reiseroute unserer Beispielflasche in der Modellrechnung unterscheiden. Diese drei gefunden Flaschen wurden eher südlich verdriftet. Was könnten die Gründe für die Abweichungen sein? Zunächst einmal können kleinräumige Wasserverwirbelungen die Flaschen in andere Richtungen lenken. Hinzu kommt, dass die Strömungsgeschwindigkeiten im Rechenmodell ein Mittel über die obersten Meter der Wassersäule darstellen. Die Flaschen tauchen hingegen nur wenige Zentimeter ins Wasser ein, und in diesen obersten Zentimetern können die Richtungen der Strömung durchaus etwas anders aussehen. Denn in der Regel sind die Gegenstände (z.B. Container bei einer Havarie), für die unsere Wissenschaftler diese Modellrechnungen heranziehen, deutlich größer und schwerer als unsere Flaschenposten. Hinzu kamen bei diesem Abwurf noch der vorangegangene und zu dem Zeitpunkt abflauende Sturm, der die Ostsee ordentlich aufgewühlt hat.

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Screenshot Mediathek NDR

Die tatsächliche Reiseroute einer Flaschenpost ließe sich nur mittels eines GPS-Senders ermitteln, doch das nimmt einer Flaschenpost ja den Reiz des Ungewissen. Es bleibt also weiterhin spannend, wo die Flaschenposten unserer Gäste anlanden bzw. bereits angespült wurden, ohne bisher gefunden worden zu sein. Wir bleiben optimistisch gemäß den Worten von Oliver Lück: „Ostsee ist Postsee“. Was soviel bedeutet, dass Flaschenposten, die in die Ostsee ausgesetzt werden, auch irgendwo angespült werden. Mehr zu diesem Thema  kann man in der nordstory des NDR am 30.09.2016 erfahren.