Küstenforschung


Das marine Geoportal coastMap

Gebündeltes Wissen zur Erforschung und zum Schutz unserer Küsten

Screenshot hzg.de

Die Reaktionen des Lebensraums Küstenmeer auf natürliche und menschengemachte Einflüsse müssen erkannt und in ihren Auswirkungen auf den Umweltzustand bewertet werden. Das ist eine komplexe wissenschaftliche Aufgabe, denn häufig wirken unterschiedliche Einflüsse zusammen und erschweren die Suche nach geeigneten Maßnahmen, um unerwünschte Entwicklungen zu verhindern oder rückgängig zu machen.

Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht haben das marine Geoportal coastMap entwickelt, um diese Arbeit wesentlich zu erleichtern. Auch externen Partnern aus dem In- und Ausland bietet coastMap dabei eine besondere Internet-Plattform zur Darstellung und Analyse ihrer Daten.

„Das zentrale Geoportal leistet einen wichtigen Beitrag, um den Datenaustausch unter Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen zu fördern, Entscheidungen aus Politik und Wirtschaft zu unterstützen und einen Dialog mit der Öffentlichkeit zu initiieren“, fasst Prof. Dr. Kay-Christian Emeis, Leiter des Institutsteils „Biogeochemie im Küstenmeer“ das Portal coastMap zusammen. (Quelle: HZG News)

==> zur kompletten HZG News

==> zur Meldung auf der FONA Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

==> zum marinen Geoportal coastMap


Ein Kommentar

Flaschenpost und Wissenschaft

Screenshot Website coastMap Portal

Das klingt zunächst ungewöhnlich, doch Flaschenposten wurden gezielt im Dienst der Wissenschaft eingesetzt. Man wollte etwas über Meeresströmungen herausfinden. Ein Thema, das auch die Wissenschaftler der Küstenforschung beschäftigt.

Einen Einblick in historische und neuzeitliche Untersuchungen von Meeresströmungen mit Hintergrundinformationen, warum diese Strömungen wichtig sind, erklärt das Schlaglicht Strömungsforschung auf dem marinen Geoportal coastMap des Instituts für Küstenforschung


„Die Nordsee ist kein natürliches Meer mehr“

Die neue CoastMap Webapp des Helmholtz-Zentrum Geesthacht bietet in einem spannenden Streifzug durch die Nordsee. (Foto: HZG/Data from ESA (MERIS))

Ein Beitrag zur CoastMap Webapp des Instituts für Küstenforschung des HZG für die Earth System Knowledge Platform (ESKP)

Die Nordsee verstehen – mit der CoastMap Webanwendung des Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Was wissen wir über die Nordsee? Wie verändert sich das Schelfmeer aktuell? Auf welche Weise beeinflusst der Mensch die Küsten und das Küstenmeer? Die neue CoastMap Webapp des Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) will Zusammenhänge verständlich darstellen und die verschiedenen Forschungsgebiete, die sich bei den Geesthachter Küstenforschern bündeln, in einem spannenden Streifzug anschaulich vermitteln. Denn die Einflüsse, denen die Nordsee ausgesetzt ist, sind äußerst komplex. Und sie verändern sich rasant. Zum einen sind dies Veränderungen in Winden, in Strömungen und Wellen und im Meeresspiegel als Folge von Klimawandel. Eine wichtige Grundlage hierfür bildet der COASTDAT Datensatz des HZG. Dieser kann das Seegangsklima von 1958 bis heute abbilden, so dass eine virtuelle Nordsee für die vergangenen 50 bis 60 Jahre entsteht. Zum anderen ist die Nordsee auf dem Weg ein Industriegebiet zu werden. Die von Menschen verursachten Belastungen, denen die Nordsee permanent ausgesetzt ist, sind äußerst vielschichtig.

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Neue Coastmap-Webapp: Mit dem Fahrstuhl durchs Küstenmeer

Screenshot Coastmap-Webapp

Seit Kurzem ist sie online: Die neue Coastmap-Webapp aus dem Institutsteil Biogeochemie des Küstenmeeres unseres Instituts für Küstenforschung. Wir haben uns die Coastmap-Webapp einmal genauer angesehen und möchten sie nun in diesem Beitrag vorstellen.

Eines vorweg: Die Coastmap-Webapp ist keine App im eigentlichen Sinne. Sie ist vielmehr eine interaktive, erklärende Webseite. Erreichbar ist die Coastmap-Webapp sowohl per PC als auch mobil unter http://coastmapapp.hzg.de.


Einsteigen und losfahren

Ruft man die Seite auf, so erscheint sie zunächst in englischer Sprache. Wer möchte, kann unten links auf deutsche Sprache umstellen. Mit „Klicken zum Starten“ wird der Benutzer nun aufgefordert, seine Reise durch das Küstenmeer zu beginnen. Auf der nächsten Seite erfährt der Besucher zunächst, was sich hinter dem Begriff „Küstenmeer“ verbirgt und was es mit Stoffkreisläufen im Küstenmeer auf sich hat. Man hat nun rechts die Wahl, oben auf eine große Satellitenaufnahme der Nordsee zu klicken, auf eine Infografik zur Raumordnung unten links oder unten rechts direkt auf Entdeckungstour durch die Nordsee zu gehen – mehr dazu später im Text.

Screenshot Coastmap-Webapp

Von der Atmosphäre ins Wasser und bis zum Meeresboden

Klickt man auf die große Satellitenaufnahme der Nordsee, so landet man in der Atmosphäre des Küstenmeeres. Hier kann man sich neben allgemeinen Informationen beispielsweise zu Quecksilber, Schiffsabgasen oder auch Nährstoffen aus der Luft informieren. Klickt man nun rechts oben auf den Pfeil, so fährt man wie in einem Fahrstuhl weiter auf die nächst niedriger gelegene Ebene, das Wasser des Küstenmeeres. Hier warten Informationen zu physikalischen und biogeochemischen Prozessen, zu Forschungsmethoden und zu Schadstoffen im Küstenmeer auf den Besucher.

Eine weitere Etage tiefer liegt der Meeresboden. Der Besucher hat die Wahl, sich Sedimentkarten anzuschauen oder per virtuellem U-Boot eine Entdeckungstour durch die Nordsee zu starten. Auf der Tour von der Elbmündung bis zur Doggerbank werden typische Meeresböden und ihre Eigenschaften gezeigt. Natürlich kann man mit dem Fahrstuhl auch jederzeit wieder auf die höher gelegene Ebene zurückfahren.

Die allgemeinen Informationen sind, wo immer möglich, verbunden mit Informationen zur Forschung, die dahintersteckt. So erschließt sich dem Besucher auf der Fahrt mit dem Fahrstuhl, an welchen bedeutenden Fragstellungen die Wissenschaftler im Institutsteil Biogeochemie des Küstenmeeres arbeiten.

Screenshot Coastmap-Webapp

Resonator-Podcast

Wer sich ausführlicher über die Forschung im Institutsteil Biogeochemie des Küstenmeeres und über die neue Coastmap-App informieren möchte, der sollte sich den neuen Podcast des Resonators, dem Forschungspodcast der Helmholtz-Gemeinschaft, anhören. Institutsleiter Prof. Dr. Kay Emeis spricht mit Resonator Holger Klein in einem interessanten Interview unter anderem darüber, was hinter dem Begriff „Biogeochemie“ steckt, welche Einflüsse Offshore-Windparks auf das Küstenmeer haben und welche Zielgruppe die Webapp hat. Reinhören lohnt sich!

Zur News zum Resonator-Podcast auf der HZG-Webseite geht es hier entlang.


Interner Workshop zu PACES II

Beitrag von Prof. Dr. Ralf Ebinghaus, Leiter der Abteilung Umweltchemie

Am 27. Januar fand im Nobel-Pavillon ein Status-Workshop  zum gemeinsamen Forschungsprogramm PACES II mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) statt. In dieser HZG-internen Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema „Fragile coasts and shelf sea“ waren alle am Standort Geesthacht beteiligten Wissenschaftler/innen des Arbeitspakets „Biogeochemical provinces of sea floors in the German North Sea sector“ zusammengekommen, um den Fortschritt der Arbeiten vorzustellen, Highlights zu präsentieren und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Ein wichtiger Meilenstein ist die web-GIS basierte Plattform coastMap, die im Sommer 2017 als beta-Version erscheinen wird. Hiermit wird der Öffentlichkeit ein Tool mit Detailinformationen zur Verfügung gestellt, welches die Daten der Habitat-Kartierung aus coastMap ansprechend und verständlich umsetzt.

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(Fotos: HZG / Christiane Hagemann)


Ein Kommentar

Das WIMO Verbundprojekt

logo_wimo-projektTemperaturanstieg, Änderungen im Artenspektrum, gefährliche Planktonblüten, Reduktion der Fischbestände und Veränderungen der Küstenmorphologie in der Nordsee – solche und andere Auswirkungen sind aufgrund des globalen Klimawandels zu beobachten. Auch die zunehmende Nutzung durch Verkehr und Offshore-Industrie haben weitreichende Folgen für das Ökosystem nach sich gezogen. Für eine nachhaltige Nutzung der Küstengewässer ist es deshalb elementar

  • signifikante Umweltparameter und ihre Wirkungsbeziehungen zu definieren,

  • sie regelmäßig und genau zu beobachten,

  • über den Zustand und die Qualitätsentwicklung der deutschen Meeresgebiete zu berichten,

  • dafür geeignete Darstellungsformen zu entwickeln und so die Öffentlichkeit zu informieren und

  • Entscheidungsträger wissenschaftlich fundiert zu beraten.

(Quelle: Projektverbund WIMO)
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Screenshot Cover Abschlussbericht WIMO

Der Projektverbund Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht (WIMO) befasste sich hierzu mit vielfältigen Aufgabenstellungen. Wissenschaftler aus elf norddeutschen Einrichtungen waren an dem interdisziplinären Verbund beteiligt. Der Abschlussbericht liegt nun vor.

Gefördert wurde das Projekt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz.


Habitatkartierung

Das marine Geodatenportal coastMap bündelt wissenschaftliche Daten zu den physikalischen, biogeochemischen und biologischen Eigenschaften des Meeresbodens in der Deutschen Bucht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ökosystemleistungen und Belastungen des Meeresbodens der Nordsee. Durch raumbezogene Darstellungen können die Daten in coastMap auf einen Blick verortet werden. Ziel von coastMap ist es, vorhandene Daten nach außen transparent und nutzbar zu machen und weitere Anreize für zukünftige Forschungsarbeiten zu liefern.

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interaktive Selektion der Arbeitsgebiete

 

Das Projekt NOAH (North Sea Observation and Assessment of Habitats) widmet sich unter anderem der Habitatkartierung in der Deutschen Bucht. Über den Habitatatlas werden dem Nutzer Geoinformationen über eine Reihe von physikalischen, biogeochemischen und biologischen Eigenschaften des Meeresbodens in der Deutschen Bucht (Nordsee) in Form digitaler Karten zur Verfügung gestellt. Die zugrunde liegende Geodatenbank beinhaltet Modellrechnungen sowie historische und aktuelle Beobachtungen, die im Verlauf des NOAH Projekts generiert, ausgewertet und weiterverarbeitet werden.

Durch Anklicken eines der markierten Arbeitsgebiete erhält der Nutzer über diesen Abschnitt in der Deutschen Bucht umfangreiche Informationen. Angefangen von der Beschaffenheit des Meeresbodens (Sedimente), über Artenvielfalt und Schadstoffe bis hin zur Nutzung durch Fischerei u.v.m. Die Informationen sind in englischer Sprache.