Küstenforschung


Chemische Dispergatoren zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen?

Screenshot wissenschaftsjahr.de

Was passiert bei Ölunfällen in Verbindung mit Schiffsverkehr oder dem Betrieb von Bohrinseln? Der Einsatz so genannter chemischer Dispergatoren ist bei der Bekämpfung von Ölverschmutzungen umstritten. Der Vorteil dieser Stoffgemische besteht darin, dass der Seegang einen auf der Wasseroberfläche treibenden Ölteppich zerschlagen und in Form feiner Öltröpfchen in den Wasserkörper einmischen kann. Doch es gibt auch Nachteile. Dr. Ulrich Callies, Leiter der Abteilung Modellierung zur Bewertung von Küstensystemen, hat zu dem Thema einen Expertenbeitrag für die Website Wissenschaftsjahr 2016*17 geschrieben.


Ausbildungsstart August 2018

Anzeige Ausschreibung HZG

Schulabgänger aufgepasst! Wer die Schule erfolgreich beendet und jetzt mit dem Abschluss in der Tasche eine interessante berufliche Perspektive sucht, für den haben wir hier einen Tipp: Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) bietet eine breite Palette von Ausbildungsplätzen in der Wissenschaft, Adminstration und Technik.

Ab August 2018 bildet das HZG am Standort in Geesthacht aus:

  • Industriekaufleute
  • Industriemechaniker/in
  • Fachinformatiker/in

Die Bewerbungsfrist endet am 08.10.2017.

Nähere Informationen zur Ausbildung gibt es bei facebook: Einstieg ins Helmholtz-Zentrum Geesthacht oder unter: www.hzg.de/ausbildung


mehr meer!

Screenshot helmholtz.de

Gestern startete der Ozean-Workshop auf Helgoland, an dem 20 Jugendliche zwei Wochen lang teilnehmen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 gefördert und von den Schülerlaboren der Helmholtz-Zentren GEOMAR Kiel, AWI Helgoland und HZG Geesthacht durchgeführt.

In dem Blog mehr meer 2017  und auf der facebook Seite berichten die Organisatoren und im weiteren Verlauf auch die Teilnehmer sehr anschaulich über ihre Erfahrungen im Workshop.


Das Flaggschiff der deutschen Meeresforschung

Screenshot wissenschaftsjahr.de

Die „Sonne“ ist eines der modernsten Forschungsschiffe der Welt, doch eine Besichtigung ist höchst selten möglich. Warum also nicht eine Art virtuelles „Open Ship“ inszenieren? Auf der Website Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane präsentieren das Bundesforschungsministerium und Google Arts & Culture einen 360-Grad-Rundgang. Für mobile Geräte gibt es entsprechende Apps.

Screenshot wissenschaftsjahr.de

Ebenso interessant ist die digitale Ausstellung mit Bild-, Video-, Text- und Tonbeiträgen, die das Schiff in all seinen Facetten vorstellt. Unter Anderem wird der Bau der „Sonne“ im Zeitraffer gezeigt mit anschließenden Sequenzen der Schiffstaufe. Aufnahmen von der Arbeit der Wissenschaftler an Bord und Präsentation der Messgeräte runden die überaus gelungene digitale Ausstellung ab.


Die in2science #4 ist online

Screenshot Cover in2science #4, Website HZG.de

Das Magazin des Helmholtz-Zentrums Geesthacht gewährt Einblicke in die verschiedenen Institute und stellt Mitarbeiter vor. Aus der Küstenforschung finden Sie ein Porträt von Prof. Dr. Corinna Schrum, Institutsleiterin des Bereiches Systemanalyse und Modellierung. Zum Thema „Forschen mit Weitblick“ wurde u.a. ein ein Interview mit Dr. Volker Matthias, Leiter der Abteilung Chemietransportmodellierung geführt.  Ab Seite 38 beginnt die Reportage, wie die Kollegen der Abteilung Radarhydrographie die Strömungsgeschwindigkeit der Elbe bei Lauenburg auf ungewöhnlichem Weg mithilfe einer Drohne berechnet haben.

Screenshot in2science, S. 38 – 39

In der HZG Mediathek stehen die Ausgaben in2sience #1 bis #3 ebenfalls zur Verfügung:

Screenshot HZG Mediathek


Strömungsberechnung

der Elbe bei Lauenburg. Die Wissenschaftler aus der Abteilung Radarhydrographie gehen dazu einen ungewöhnlichen Weg: Sie nutzen eine Drohne. Diese überfliegt die Elbe in einer gewählten Fläche von 300 x 160 Metern. Durch eine Unterteilung der abgefilmten Fläche in quadratische Teile ist es möglich, die Oberflächenströmung anhand der Bestimmung von Länge und Periode der Wellen zu berechnen. Das ist die vereinfachte Version der Beschreibung. In Wirklichkeit ist es natürlich komplizierter und wie es funktioniert, das werden wir zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher erklären.

Hier gibt es ein kleines Video auf der HZG facebook Seite:

Screenshot facebook HZG


BRIESE PREIS für Meeresforschung / BRIESE Award for Marine Science

Screenshot briese-research.de

Die Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG (Leer) vergibt seit 2010, zusammen mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), den „BRIESE-Preis für Meeresforschung“. Mit dem Preis, der jährlich vergeben wird, sollen herausragende Promotionen der Meeresforschung prämiert werden, deren Ergebnisse in besonders engem Zusammenhang mit dem Einsatz von Forschungsschiffen und der Verwendung und Entwicklung von Technik und/oder der Datenerhebung auf See stehen. Ein vorrangiges Kriterium bei der Vergabe ist die Tragweite der im Rahmen der Arbeit gewonnen wissenschaftlichen Erkenntnis. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 € verbunden. (Quelle: Website briese-research.de)

==> zur vollständigen Ausschreibung (Deutsch)

Since 2010 the shipping company Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG (Leer, Germany), together with the Leibniz Institute for Baltic Sea Research Warnemünde (IOW), grants the „BRIESE-award for Marine Science”. This annual award honors exceptional doctoral theses in marine science. The dissertations should closely relate to the use of research vessels and to the development of technologies and/or techniques of data acquisition at sea. Primary criterions for the award are the outstanding results of the dissertation and their importance for the marine science. The award is endowed with price money of 5000 €. (source: website briese-research.de)

==> detailed infos for application procedure (English)


Seegangs-Messboje Darßer Schwelle erst weg – dann wieder da!

Beitrag von Volker Dzaak, Leiter der Abteilung Institutslogistik und -organisation

In unmittelbarer Nähe der IOW-MARNET Station „Darßer Schwelle“ in der Ostsee betreiben wir seit vielen Jahren eine Waverider-Messboje, die seit 1997 den Seegang misst. Nach  der sehr erfolgreichen „Open Ship“-Veranstaltung in Barth erreichte uns die folgende Mail:

Waverider-Buoy – Error message
==============================

The current drift of the buoy is more than 2.5 km.
Probably the rope cutted?

Station: buoy_darsserschwelle1

Latitude: 54.7047
Longitude: 12.7398
Timestamp: 2017-07-05T15:11:00+00

Im Nu war die sehr gute Stimmung verflogen. Das Programm der Veranstaltung „Forschung vor Anker“ stand auf der Kippe. Die Bergung der treibenden Boje hätte Vorrang gehabt. Aber es kam dann doch anders. Der Neustart des Bojenrechners löste das Problem. Die Warnmeldung war ein Fehlalarm (s. Datenplot).

Grafik: HZG

Heute sind wir bei der Überfahrt nach Timmendorf auf Poel an der Messboje vorbeigefahren. Auf dem Bild ist der IOW-Messpfahl zu sehen. Die Messdaten der Waverider-Boje (Wellenhöhe ca. 15 cm) haben mit unseren Beobachtungen wunderbar übereingestimmt. Die Stimmung ist wieder zurückgekehrt und die Vorfreude auf das „Open Ship“ auf Poel ist groß.

Foto: HZG / Marcus Reckermann