Küstenforschung

Herzlichen Glückwunsch!

Birgit Gerkensmeier hat am 10.04.2018 erfolgreich ihre Dissertation verteidigt! Wir freuen uns sehr und gratulieren von Herzen. Sie lässt uns ein bisschen an ihrer Doktorarbeit und ihrem Werdegang im Institut für Küstenforschung teilhaben:

Der Titel der Arbeit lautet: Governing Risks in a Social Process – Risk Management in the Multi-Risk, Multi-Scale and Multi-Stakeholder Environment of the Trilateral Wadden Sea Region

Küstenregionen, wie das Fallstudiengebiet in der trilateralen (niederländischen, deutschen und dänischen) Wattenmeerregion, sind mit der zunehmenden Komplexität von Risikomanagement-Prozessen konfrontiert; und in den kommenden Jahrzehnten werden weitere Herausforderungen, wie zum Beispiel der demografische Wandel, hinzukommen. Für ein erfolgreiches Risikomanagement in diesen Situationen braucht es vor allem einen Paradigmenwechsel weg von hochgradig technisch hin zu verstärkt sozialen Prozessen im Risikomanagement.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Arbeit mit einer der wesentlichen Herausforderungen dieses Paradigmenwechsels, nämlich der Überführung von vorhandenen wissenschaftlichen Konzepten in die praktische Umsetzung. Dazu stellt die Arbeit einen ‚Integrative Risk Management Approach (IRMA)‘ vor. Dieser stellt die sozialen Prozesse im Risikomanagement in den Fokus und zeigt, wie horizontale (multi-sector) und vertikale (multi-scale) Governance Strukturen ausgebaut werden können. Aus den Erfahrungen in der trilateralen Wattenmeerregion ergeben sich konkrete, übertragbare Empfehlungen für andere Küstenregionen, wie zum Beispiel der Sektor-übergreifende Ansatz einer Multi-Stakeholder-Partnerschaft.

Wie ist die Arbeit entstanden – und wie geht es weiter?

Die Arbeit ist in der Arbeitsgruppe Sozioökonomie des Küstenraums von Prof. Dr. Beate Ratter entstanden und war dort Teil des EU-Projektes ENHANCE (Enhancing risk management partnerships for catastrophic natural hazards in Europe.

Nachdem das Projekt und die Dissertation nun abgeschlossen sind, freue ich mich umso mehr auf meine neuen Aufgaben im Institut für Küstenforschung. Seit Anfang 2018 arbeite im Norddeutschen Küsten- und Klimabüro bei Dr. Insa Meinke. Dort werde ich mich im Zuge des Projektes Co-Cli-Serv (Co-development of place-based Climate Services for Action) weiter verstärkt praxisnah und partizipativ mit der Entwicklung und Umsetzung von Klimaservices in Küstenregionen beschäftigen.

von links nach rechts: Prof. Dr. Beate Ratter, Birgit Gerkensmeier, Prof. Dr. Annegret Thieken, Prof. Dr. Gabriele Gönnert (Foto: Dr. Jürgen Schaper / Uni Hamburg)

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