Küstenforschung

Als Küstenforscher auf Ostseekreuzfahrt

Beitrag von Prof. Dr. Kay-Christian Emeis, Institutsleiter Bereich Biogeochemie im Küstenmeer

„Wenn einer eine Reise tut … dann muss er was erzählen“, so oder ähnlich könnte das Motto der Edutainment-Kooperationsvereinbarung zwischen HZG und der TUI lauten. Ich bin jetzt auch erstmals so ein Edutainer und fahre derzeit auf der Ostsee auf der „Mein Schiff 3“. Tallinn – St. Petersburg – Helsinki – Stockholm sind die Stationen. Das bedeutet auch einige Abende und Nächte an Bord, und dann kommen meine Auftritte.

Drei Vorträge habe ich im Gepäck und der erste mit dem Titel „Die lange und wechselvolle Geschichte der Ostsee“ lockte  immerhin einige Dutzend Gäste von den vielfältigen Konkurrenzangeboten  und –veranstaltungen (es sind jeden Abend mindestens 12, für jeden Geschmack ist etwas dabei) weg in meinen Vortrag. Da hat es mein Kollege Prof. Dr. Herbert Schmidt leichter, denn er bereitet die Fahrtteilnehmer mit unterhaltsamen und lehrreichen Vorträgen auf die nächsten Stationen und Städte unserer Reise vor – und zieht regelmäßig ungefähr viermal so viele Zuhörer an.

Trotzdem ist es für mich eine großartige Gelegenheit, Menschen aus dem Binnenland mit unseren wissenschaftlichen Themen zu unterhalten, denn die wenigsten der etwa 2500 Fahrtteilnehmer sind von der Küste. Aber es ist auch eine interessante und lehrreiche Herausforderung, die richtige Flughöhe abzuschätzen und gegebenenfalls zu justieren, wenn die Augen glasig werden. Die Ostsee jedenfalls fand Anklang, und sie ist ja auch ein interessantes kleines Meer inmitten einer uralten geologischen Landschaft. Heute ist ein Vortrag über „Klimawandel – Fakten, Gründe, Prognosen“ angekündigt, und das nach zwei intensiven Tagen mit Besichtigungen und Touren in St. Petersburg. Ich bin gespannt …

(Fotos: Kay-Christian Emeis / HZG)

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