Küstenforschung

Mitarbeiter stellen sich vor: Marius Cysewski

Welchen fachlichen Hintergrund haben Sie?

Ich habe an der Fachhochschule Hamburg Geomatik (Geodäsie) mit dem Schwerpunkt Hydrographie studiert und als Diplom Ingenieur erfolgreich abgeschlossen. Auf die Frage, warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe, gibt es keine simple Antwort. Es sind mehrere kleine Aspekte, die zu meiner Entscheidung geführt haben.

Ich wollte schon als Teenager „später“ im maritimen Bereich arbeiten, vielleicht weil ich Pommern aufgewachsen und Sohn eines Schiffsmechanikers bin, für den und auch mich das sonntägliche Schauen von  „Mare TV“ wichtiger war als der Gottesdienst in der Kirche, und das auf dem Dorf! Von der Ozeanographie wurde mir damals abgeraten, da die Jobaussichten zum damaligen Zeitpunkt sehr düster waren, und es hieß, als Ingenieur von der Fachhochschule findet man schneller Arbeit als ein Theoretiker mit Uniabschluss, der erst nach seinem Diplom das Arbeiten erlernen muss.

Deswegen bin ich ein Hydrograph geworden, der trotzdem gerne an der Uni Hamburg die Grundlagen der Ozeanographie und der Geophysik belegt hat. An der Fachhochschule habe ich nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern auch den praktischen Umgang mit diversen hydroakustischen Systemen wie Echolote, Side Scan Sonare, ADCPs sowie GPS-Ortungssystemen und Bewegungssensoren gelernt. Die kritische Begutachtung der Qualität der eigenen Arbeit (innere und äußere Genauigkeit) bildeten den Schwerpunkt im Hauptstudium und später bei meinen ersten Berufserfahrungen in der Küstenforschung in der Radarhydrographie, wo ich mein Wissen auf den Sensor Radar anwenden konnte.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Bin meistens im Büro am Schreibtisch anzutreffen, wo ich unsere Messdaten von den Schiffskampagnen am Computer auswerte. Damit die Qualität dieser Daten stimmt, muss schon vor Beginn unserer Experimente viel Arbeit in die Vorbereitungen investiert werden, häufig auch mit Gerätetests an der Elbe verbunden. Denn nur ein „echter“ Test zeigt, ob die Messsyteme richtig funktionieren, man kann halt nicht alles im Labor prüfen. Diese abwechslungsreichen Tätigkeiten machen meinen Job interessant, nur Büroarbeit wäre nix für mich.

Des Weiteren bin ich einer von den drei Sicherheitsbeauftragten im Institut für Küstenforschung. In dieser Funktion lernte ich die Ausführung unserer Arbeiten von der „Seite“ zu betrachten. Unzählige Gespräche mit den Fachkräften der Abteilung „Compliance“ haben mir so manches Mal die Augen für mögliche Gefahren buchstäblich geöffnet.

Was ist Ihr großes Ziel?

Ich habe mein größtes Ziel im Berufsleben bereits erreicht, ich arbeite in einem interdisziplinären Umfeld und habe Spaß dabei.

Was war Ihr bisher größter Erfolg?

Den größten Erfolg gab es in meinem Berufsleben noch nicht. Ich weiß aber viele kleinere Erfolge zu schätzen, einer davon ist schon fast eine Lebensaufgabe: mein Wissen ständig zu erweitern und aktuell zu halten.

Was ist Ihr persönliches Markenzeichen?

Habe ich eins? Weiß ich nichts von, vielleicht sollten meine Kollegen diese Frage beantworten.

Foto: privat

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