Küstenforschung

Marsch

oder Marschland ist eine flache Landschaftsform und besteht aus angeschwemmten Sedimenten landweinwärts des Watts. Marschen liegen in etwa auf Höhe des Meeresspiegels. Das Marschland der deutschen Nordseeküste bildet zusammen mit den angrenzenden Flächen der Niederlande und Dänemark das größte Marschgebiet weltweit. Die Länge zwischen Den Helder (NL) und Esbjerg (DK) beträgt ungefähr 550 km.

Unser Freitagsfoto der letzten Woche zeigt einen Ausschnitt bei Den Helder, auf dem man noch gut das angeschwemmte Sediment erkennen kann. Ohne ein ständiges Entwässerungssystem (Kanäle, Gräben, Pumpstationen, Siele usw.) würde das Land zum Moorgebiet werden. Durch das Trockenlegen können Teile des Marschlandes sogar unter die Meeresspiegelhöhe fallen.

Foto: Ina Frings

Marschlandschaften findet man nicht nur unmittelbar an der Nordseeküste, sondern auch als Flussmarschen in deren tidebeeinflussten Abschnitten, wie z.B. der Elbe, Weser, Eider, Oste und Ems. Viele wissenswerte Informationen zu den einzelnen Stadien bei der Entstehung des Marschlandes hält Wikipedia bereit.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.