Küstenforschung

Herzlichen Glückwunsch!

Daniela Siedschlag aus der Abteilung Sozioökonomie des Küstenraumes hat am Dienstag Nachmittag mit Erfolg ihre Dissertation verteidigt. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautet: Das Konzept Emotionale Vulnerabilität – Ein Beitrag zur Hazardforschung am Beispiel der Insel Pellworm. Was sich konkret dahinter verbirgt, hat sie uns erklärt:

Im Rahmen der Dissertation wurde das Konzept „Emotionale Vulnerabilität“ entwickelt. Das Konzept erfasst und erklärt, dass Menschen eine individuelle emotionale Bindung an ihren Wohnort haben und eine daraus resultierende emotionale Verwundbarkeit, wenn der Wohnort durch ein Naturereignis (z.B. Sturmfluten) oder dem Meeresspiegelanstieg verändert oder gar zerstört wird. Ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Konzeptes war, die Bindung von Menschen an ihren Wohnort (z.B. wegen der Landschaft, der sozialen Kontakte, der wirtschaftlichen Faktoren vor Ort) zu untersuchen. Hierfür wurden empirische Daten auf der Nordseeinsel Pellworm erhoben – zum einen im Rahmen einer standardisierten Haushaltsbefragung (n=361) und zum anderen über problemzentrierte Interviews (n=14). Das Konzept „Emotionale Vulnerabilität“ weist neben dem theoretischen auch einen relevanten anwendungsorientierten Beitrag auf. Denn anhand des Konzeptes können die emotionale Bindungen von Menschen an ihren Wohnort besser verstanden und somit raumwirksame Schutz- und Anpassungsmaßnahmen in Bezug auf Naturereignisse und dem Meeresspiegelanstieg sozial verträglicher durchgeführt werden. (Quelle: Daniela Siedschlag)

Daniela Siedschlag mit ihren Betreuern Prof. Dr. Beate Ratter und Martin Döring. Foto: HZG / Sabine Billerbeck

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