Küstenforschung

Projekt „SHEBA“ in den Kieler Nachrichten

In den Kieler Nachrichten ist unter der Überschrift „Schwimmende Dreckschleudern“ ein Artikel zum internationalen Ostseeforschungsprojekt SHEBA (Sustainable Shipping and Environment in the Baltic Sea region) erschienen. In dem Artikel kommt Dr. Volker Matthias, Wissenschaftler aus unserem Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht zu Wort, der an dem Projekt maßgeblich mitarbeitet.

Die Wissenschaftler untersuchen in SHEBA die Schifffahrt auf der Ostsee und treffen Aussagen über das derzeitige und zukünftige Verkehrsaufkommen. Sie entwickeln Szenarien für die Zukunft und berechnen den Einfluss der Schifffahrt auf die Wasserqualität, die Emissionen in die Luft und auf Unterwasserlärm. Dafür verwenden sie das derzeit modernste Emissionsmodell, welches auf einem automatischen Identifikationssystem von Schiffsbewegungen basiert. Atmosphärische, ozeanische und Lärmausbreitungsmodelle werden in Kombination mit ökotoxikologischen Studien analysiert, um räumlich-zeitliche Verteilungen und Auswirkungen dieser Stressfaktoren in der Ostseeregion zu bewerten.

Ein Ziel von SHEBA ist es, den Einfluss der verschiedenen Schadstoffe auf die Wasserqualitätsindikatoren der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) und der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sowie auf Luftqualitätsindikatoren zu identifizieren. Aber auch Möglichkeiten, den von der Schifffahrt ausgehenden Druck zu mindern spielen im Projekt eine zentrale Rolle. SHEBA wird durch viele Institutionen wie Häfen, die Schifffahrtsindustrie und Behörden unterstützt.

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