Küstenforschung

Neue Coastmap-Webapp: Mit dem Fahrstuhl durchs Küstenmeer

Screenshot Coastmap-Webapp

Seit Kurzem ist sie online: Die neue Coastmap-Webapp aus dem Institutsteil Biogeochemie des Küstenmeeres unseres Instituts für Küstenforschung. Wir haben uns die Coastmap-Webapp einmal genauer angesehen und möchten sie nun in diesem Beitrag vorstellen.

Eines vorweg: Die Coastmap-Webapp ist keine App im eigentlichen Sinne. Sie ist vielmehr eine interaktive, erklärende Webseite. Erreichbar ist die Coastmap-Webapp sowohl per PC als auch mobil unter http://coastmapapp.hzg.de.


Einsteigen und losfahren

Ruft man die Seite auf, so erscheint sie zunächst in englischer Sprache. Wer möchte, kann unten links auf deutsche Sprache umstellen. Mit „Klicken zum Starten“ wird der Benutzer nun aufgefordert, seine Reise durch das Küstenmeer zu beginnen. Auf der nächsten Seite erfährt der Besucher zunächst, was sich hinter dem Begriff „Küstenmeer“ verbirgt und was es mit Stoffkreisläufen im Küstenmeer auf sich hat. Man hat nun rechts die Wahl, oben auf eine große Satellitenaufnahme der Nordsee zu klicken, auf eine Infografik zur Raumordnung unten links oder unten rechts direkt auf Entdeckungstour durch die Nordsee zu gehen – mehr dazu später im Text.

Screenshot Coastmap-Webapp

Von der Atmosphäre ins Wasser und bis zum Meeresboden

Klickt man auf die große Satellitenaufnahme der Nordsee, so landet man in der Atmosphäre des Küstenmeeres. Hier kann man sich neben allgemeinen Informationen beispielsweise zu Quecksilber, Schiffsabgasen oder auch Nährstoffen aus der Luft informieren. Klickt man nun rechts oben auf den Pfeil, so fährt man wie in einem Fahrstuhl weiter auf die nächst niedriger gelegene Ebene, das Wasser des Küstenmeeres. Hier warten Informationen zu physikalischen und biogeochemischen Prozessen, zu Forschungsmethoden und zu Schadstoffen im Küstenmeer auf den Besucher.

Eine weitere Etage tiefer liegt der Meeresboden. Der Besucher hat die Wahl, sich Sedimentkarten anzuschauen oder per virtuellem U-Boot eine Entdeckungstour durch die Nordsee zu starten. Auf der Tour von der Elbmündung bis zur Doggerbank werden typische Meeresböden und ihre Eigenschaften gezeigt. Natürlich kann man mit dem Fahrstuhl auch jederzeit wieder auf die höher gelegene Ebene zurückfahren.

Die allgemeinen Informationen sind, wo immer möglich, verbunden mit Informationen zur Forschung, die dahintersteckt. So erschließt sich dem Besucher auf der Fahrt mit dem Fahrstuhl, an welchen bedeutenden Fragstellungen die Wissenschaftler im Institutsteil Biogeochemie des Küstenmeeres arbeiten.

Screenshot Coastmap-Webapp

Resonator-Podcast

Wer sich ausführlicher über die Forschung im Institutsteil Biogeochemie des Küstenmeeres und über die neue Coastmap-App informieren möchte, der sollte sich den neuen Podcast des Resonators, dem Forschungspodcast der Helmholtz-Gemeinschaft, anhören. Institutsleiter Prof. Dr. Kay Emeis spricht mit Resonator Holger Klein in einem interessanten Interview unter anderem darüber, was hinter dem Begriff „Biogeochemie“ steckt, welche Einflüsse Offshore-Windparks auf das Küstenmeer haben und welche Zielgruppe die Webapp hat. Reinhören lohnt sich!

Zur News zum Resonator-Podcast auf der HZG-Webseite geht es hier entlang.

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