Küstenforschung

Alle Wasserwege führen ins Meer

Jugendliche aufgepasst: Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres Meere und Ozeane 2016/2017 geht in die zweite Runde. Wollt ihr dabei sein, wenn bundesweit Daten zu Kunststoffvorkommen an und in deutschen Fließgewässern erhoben werden? Ihr sollt herausfinden: Wie viel und welcher Plastikmüll lässt sich dort finden? Wo sammelt sich besonders viel Müll? Und welche Rolle spielt die Fließgeschwindigkeit dabei?

Wie echte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werdet ihr Makroplastik wie zerrissene Tüten, weggeworfene Plastikflaschen oder verknotete Angelschnüre und Mikroplastik, kaum wahrnehmbare Kleinstpartikel, suchen, zählen und das Ergebnis auf einer digitalen Deutschlandkarte dokumentieren.

Mit den gewonnenen Daten arbeitet die Kieler Forschungswerkstatt weiter. Dort wird zum Beispiel analysiert, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Daraus lassen sich wirksame Schutzmaßnahmen ableiten, die Flüssen, Meeren und letztlich uns selbst zugutekommen.

Das Vorkommen von Plastikmüll in und an deutschen Fließgewässern ist vielerorts noch unerforscht. Die Citizen-Science-Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen.

Zeitraum für die Probennahme ist vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2017. Bis zum 15. Juli 2017 müssen die Forschungsdaten eingegeben werden. Wie die Aktion genau abläuft und wie auch britische Schulklassen teilnehmen können, erfahrt ihr hier.

Lehrer können das kostenfreie Aktions- und Lehrmaterial für ihre Schulklasse hier bestellen.

Die Aktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ ist eine Citizen-Science-Aktion und trägt zur Forschung über die Verbreitung von Makro- und Mikroplastik an und in deutschen Flüssen bei. Bei Citizen-Science-Projekten können sich an Wissenschaft interessierte Menschen direkt in den Forschungsprozess einbringen. Man spricht daher auch von Bürgerwissenschaften: Wissenschaftlerinnen und Forscher arbeiten mit Bürgerinnen und Bürgern Hand in Hand.

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