Küstenforschung

Stellenangebot / Job offer

Doktorand (m/w)

Das Institut für Küstenforschung und die Abteilung Human Dimensions of Coastal Areas sucht schnellstmöglich – befristet auf drei Jahre – einen Doktoranden (m/w) für den Bereich: Lokale Risikomündigkeit ‚Umgang mit Extremereignissen an der deutschen Nordseeküste‘. Der Dienstort ist Geesthacht.

Sturmfluten stellen ein regelmäßig wiederkehrendes Ereignis an der deutschen Nordseeküste dar. Im Verlauf der Jahrhunderte lernten die Bewohner, sich immer besser gegen solche Ereignisse zu schützen und erst in jüngster Vergangenheit kam es bei Sturmfluten zu deutlich höheren Wasserständen, die Dank erfolgreicher Küstenschutzmaßnahmen durch die zuständigen Institutionen (lokale Deichachten, NLWKN, FSK etc.) keine gravierenden Schäden nach sich zogen. Aufgrund dieser Erfahrungen genießt der regionale Küstenschutz in der Bevölkerung ein hohes Vertrauen, auch wenn es eine hundertprozentige Sicherheit insbesondere vor dem Hintergrund des fortschreitenden anthropogenen Klimawandels nicht geben wird. Aus Sicht der Verantwortlichen kann diese Entwicklung zu Problemen führen. Das Vorhaben beschäftigt sich mit dieser Sachlage und hinterfragt, ob lokale Risikomündigkeit in der Bevölkerung noch besteht und wie individuelle und kollektive Eigenverantwortlichkeit beim Küstenschutz mit den zukünftigen Herausforderungen umgehen lernen kann.

Die Doktorarbeit ist eingebettet in das HGF Querschnittsprogramm Naturrisiken/Natural Disasters und das vom BMBF im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA 3) geförderte Projekt „EXTREMENESS – Extreme Nordseesturmfluten und mögliche Auswirkungen“ des Instituts für Küstenforschung. Die Arbeit wird in Kooperation mit dem Institut für Geographie an der Universität Hamburg im Rahmen des Arbeitspakets 4 „Risiken & Handlungsoptionen: Transdisziplinäre Kooperation & Evaluation“ erarbeitet.

Anforderungen:

Sie können ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Master) in Geographie oder einem verwandten Fach sowie grundlegende Kenntnisse in den Bereichen sozialwissenschaftliche Risikoforschung und Erfahrungen in der Anwendung qualitativer Methoden der empirischen Sozialforschung und computergestützter Datenanalyse und -auswertung (z.B. mit SPSS, Inhaltsanalyse mit MAXQDA, Atlas.ti) vorweisen. Sie sollten über ein Vorwissen im Bereich sozialwissenschaftliche Konzepte der Risikoforschung verfügen und sich für das Themengebiet des nachhaltigen Küstenschutzes im Kontext des Klimawandels interessieren. Sie arbeiten gerne in einem interdisziplinären Team, sind kommunikativ, eigenständig sowie initiativ und besitzen interaktive Kompetenzen, die Sie dazu befähigen, in politischen, behördlichen und anderen transdisziplinären Kontexten mit lokalen Akteuren und BürgerInnen im empirischen Feld angemessen zu agieren. Die Bereitschaft neue, innovative Ansätze der sozialwissenschaftlichen Risikoforschung auszuloten und die Fähigkeit in Englisch zu kommunizieren und zu publizieren stellen eine grundlegende Voraussetzung dar.

Eine Bewerbung ist bis zum 08.03.2017 möglich.

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