Küstenforschung

Klimawandel führt zum Zerfall der arktischen Küsten

Im gemeinsamen Forschungsprogramm PACES II (Polar Regions and Coasts in a Changing Earth System) mit dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven sind so genannte „Permafrostküsten“ ein Forschungsgebiet. Permafrost wird als  „Boden, Sediment oder Gestein, welches in unterschiedlicher Mächtigkeit und Tiefe unter der Erdoberfläche mindestens zwei Jahre ununterbrochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aufweist“ definiert.

Auf der Wissensplattform „Erde und Umwelt“ (ESKP) berichten die Kollegen über den Zerfall arktischer Permafrostküsten und den daraus resultierenden Folgen.

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Screenshot Website ESKP

Etwa ein Drittel aller Küsten der Erde sind Permafrostküsten, deren Sedimente seit Jahrtausenden gefroren waren. Mit abnehmender Meereisbedeckung und gleichzeitig steigendem Meeresspiegel und ansteigenden Lufttemperaturen zerfallen die Küsten zunehmend, da der Permafrost taut und die Wellen über das Jahr verteilt einen stärkere erodierende Wirkung haben. Dabei werden die im Boden eingelagerten Stoffe sowie Tier- und Pflanzenreste gelöst und verteilen sich im Meer. Klimawirksame Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan werden freigesetzt. Das Gleiche gilt für Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor oder auch Schadstoffe wie Quecksilber. Der Nährstoffeintrag könnte einerseits zur Düngung und Erhöhung der Primärproduktion führen, andererseits dringt durch die Trübung weniger Licht ins Meer und erschwert die Photosynthese für das Phytoplankton. Die Freisetzung all dieser Stoffe verändert die Lebensbedingungen in den Küstenzonen mit langwierigen Konsequenzen: Die Folgen für das Nahrungsnetz können bisher nur erahnt werden. (Quelle: Artikel auf ESKP)

==> Die Küsten in der Arktis zerfallen weitgehend unbeobachtet

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