Küstenforschung

Neues Unterwasser-Observatorium bei Boknis Eck

Ein Kommentar

GEOMAR und Helmholtz-Zentrum Geesthacht installieren Sensor-Knoten in der Ostsee

Der sensorbestückte COSYNA-Knoten für Boknis Eck wird vom Kieler Forschungskutter LITTORINA aus abgesetzt. Foto: Forschungstauchzentrum CAU

Der sensorbestückte COSYNA-Knoten für Boknis Eck wird vom Kieler Forschungskutter LITTORINA aus abgesetzt. Foto: Forschungstauchzentrum CAU

18.01.2017/Kiel. Boknis Eck – der Name ist bei Meeresforscherinnen und Meeresforschern rund um den Globus ein Begriff. Seit 1957 werden in der Eckernförder Bucht einmal im Monat Daten zum Zustand der Ostsee erhoben. Damit ist Boknis Eck eine der ältesten regelmäßig betriebenen marinen Zeitserienstationen weltweit. Um nun auch kurzfristigere Prozesse im Wasser erkennen zu können, haben das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht jetzt zusätzlich ein festes Observatorium in 14,5 Metern Tiefe am Meeresboden installiert, das permanent grundlegende Messwerte erfasst. Der sogenannte „Boknis Eck-Knoten“ hat zum Jahreswechsel den Betrieb aufgenommen.

Wie viel Sauerstoff steht Organismen im Meerwasser zur Verfügung? Wie hoch sind die Temperaturen? Wie viel und welche Nährstoffe sind im Wasser gelöst? Wie stark ist das Plankton-Wachstum? Antworten auf diese Fragen erlauben grundlegende Aussagen über den Zustand eines marinen Ökosystems. Seit 60 Jahren fahren Meeresforscherinnen und Meeresforscher aus Kiel fast ohne Unterbrechung jeden Monat zu einer bestimmten Position am Ausgang der Eckernförder Bucht, um genau diese Daten zu erheben. Damit gehört Boknis Eck zu den ältesten aktiven meereswissenschaftlichen Zeitserienstationen weltweit. „Dank der langen Messreihe können wir nicht nur sehen, wie der aktuelle Zustand der Ostsee ist, sondern auch langfristige Umweltveränderungen erkennen. Deshalb ist der Boknis Eck-Datensatz auch international sehr gefragt“, sagt Prof. Dr. Hermann Bange vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der die Aktivitäten in Boknis Eck seit 2010 koordiniert.

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