Küstenforschung

Flechten

bewachsen die Seebrücke in Lubmin, die auf dem letzten Freitagsfoto zu sehen war. Dabei handelt es sich um eine ausgeklügelte Symbiose aus Pilzen und einem Partner, der Photosynthese betreiben kann. Meist ist dieser Partner ein Vertreter der Grünalgen oder Cyanobakterien. Da Flechten auf ganz bestimmte Lebensbedingungen angewiesen sind und Nähr- und Schadstoffe aus der Luft sie ungefiltert treffen, sind sie ein guter Indikator für die Luftqualität.

Denn nur dort, wo die Luftverschmutzung für die empfindlichen Organismen noch tolerierbar ist, können sie wachsen. Orte an denen man viele Flechten findet sind also in der Regel Orte mit einer guten Luftqualität und einem geringeren Schadstoffgehalt der Luft. Als wechselfeuchte Organismen reagieren sie zudem sensibel auf Veränderungen der Temperatur und insbesondere der Luftfeuchte. Der Klimawandel könnte also durch Änderungen der Lufttemperatur und der Luftfeuchte in den Flechtengemeinschaften zu Veränderungen beispielsweise im Artenspektrum führen.

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