Küstenforschung

HCU goes Ludwig Prandtl

Ein Kommentar

Ein Beitrag von Hydrographie Studenten aus der HafenCity Universität Hamburg

Mitte November wurde die „Ludwig Prandtl“ von Hydrographie-Studierenden der HafenCity Universität Hamburg (HCU) geentert. In der Woche vom 14.-18.11. übernahmen die angehenden Hydrographen das Kommando für die anstehende Expedition. Während der Montag noch ganz im Zeichen der Vorbereitungen und Eingewöhnung stand, stach die „Ludwig Prandtl“ dann am Dienstag in See. Die Route führte von Oortkaten ausgehend, der Norderelbe folgend nach Wedel und von dort weiter nach Glückstadt. Am Donnerstag und Freitag erfolgte die Rückfahrt mit kleinen Abstechern durch den Hamburger Hafen.

Während der Messfahrt wurden durchgehend Daten mit dem Einstrahlecholot und dem Seitensichtsonar erhoben, um die Wassertiefe und Bodenstrukturen zu erfassen. An vorher geplanten Stationen kamen zusätzlich ADCP (Acoustic Doppler Current Profiler) und die CTD-Sonde (Conductivity-Temperature-Depth) zur Bestimmung von Strömungen und physikalischen Parametern der Wassersäule zum Einsatz.

Eine besondere Herausforderung für die Studenten bestand darin, die komplette Fahrt eigenständig zu planen. Dabei mussten nicht nur Tide und Hindernisse wie Brücken beachtet werden, sondern auch sinnvolle Stationen für Messungen festgelegt werden. Dies geschah stets in enger Abstimmung mit der Besatzung der „Ludwig Prandtl“.

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Die Auswertung und die Analyse der gesammelten Daten erfolgt nun in den kommenden Wochen, doch schon bei der Datenaufzeichnung konnten interessante Bodenstrukturen wie zum Beispiel Baggerspuren in den Daten erkannt werden. Nach einer sehr erfolgreichen und lehrreichen Woche wurde die „Ludwig Prandtl“ wieder dem Helmholtz- Zentrum Geesthacht übergeben.

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An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die unkomplizierte Zusammenarbeit und die Zurverfügungstellung der „Ludwig Prandtl“ bedanken!

(Text und Fotos: Studenten der HCU Hamburg)

Ein Kommentar zu “HCU goes Ludwig Prandtl

  1. Das stelle ich mir spannend vor! 🙂 Der Elbe würde ich auch gerne mal auf den Grund gucken.
    Beim unteren Bild nehme ich mal an, dass es sich um das Seitensicht-Sonar handelt, steuerbords und backbords der Ludwig Prandtl. Richtig?
    Wenn dem so ist, dann scheint der Elbgrund ja von den Baggern (oder wovon auch immer) ganz schon mit Linien vollgekritzelt zu sein. Interessant sind solche Einblicke auf jeden Fall, auch für den Nichtfachmann.

    Den Studierenden viel Erfolg und viel Freude in der Hydrographie!

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