Küstenforschung

Gerangel

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211016in einem seichten Gezeitentümpel, wobei das auf unserem Freitagsfoto nicht ersichtlich war. Doch selbst anhand des Ausschnitts war unsere Rätselfrage wohl zu einfach, denn der gemeine Einsiedlerkrebs wurde sofort erkannt.

Um seinen weichen und empfindlichen Hinterleib zu schützen, sucht sich der Krebs eine passende Behausung; das können Schnecken, Wurmröhren oder anderes Material sein. Doch er wächst auch bald wieder aus seiner Behausung heraus und muss entsprechend mehrfach in seinem Leben umziehen. Und dabei können  Einsiedlerkrebse ganz rabiat sein, wenn sie meinen, ein passendes Gehäuse gefunden zu haben, das bereits besetzt ist. Sie zerren den Wohnungsinhaber mit ihren kräftigen Scheren aus dem Haus heraus.

Es sollen auch schon „Polonaisen“ beobachtet worden sein, wobei eine ganze Kette einen Haustausch jeweils mit dem Vorgänger macht. Allerdings hat der erste Krebs das Pech, dass ihm das übrig gebliebene Haus des letzten Exemplars zu klein ist. Womit er ungeschützt bleibt und damit zum Opfer von Fressfeinden wird.

251016

Foto: Ina Frings

2 Kommentare zu “Gerangel

  1. Dann wäre so eine „Polonaise“ ja zu vergleichen mit der „Reise nach Jerusalem“.

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