Küstenforschung

doi

Ein Kommentar

In Literaturverzeichnissen findet sich hinter Literaturangaben häufig das Kürzel doi, gefolgt von einer mehr oder weniger langen Abfolge von Zahlen, Zeichen und manchmal auch ganzen Wörtern. Was hat es damit auf sich?

Das Kürzel doi steht für digital object identifier, was frei übersetzt so etwas wie digitale Objektkennzeichnung bedeutet. Allgemein steht dahinter ein Konzept zur eindeutigen weltweiten Identifikation von digitalen Ressourcen.

Da die Wissenschaft und mit ihr wissenschaftliche Publikationen sich in der Vergangenheit immer weiter von gedruckten Werken weg und in Richtung digitale Publikation entwickelt haben, ist es umso wichtiger, eine Publikation so zu kennzeichnen, dass sie auch im digitalen Zeitalter eindeutig wieder auffindbar ist.

Hier kommt der doi ins Spiel. Jeder Publikation wird genau ein doi-Name zugeordnet, der nur für diese Publikation gilt und sie damit per Suchfunktion eindeutig auffindbar macht. Ein doi-Name beginnt immer mit 10., darauf folgt die Organisation bzw. deren ID. Verlage und andere Organisationen mit einer größeren Hausnummer an Publikationen bekommen jeweils eine eigene Nummer zugewiesen und können die ID selbst vergeben.

Wenn man möchte, kann man den doi-Namen auch gleich zu einer URL umwandeln, die dann nur noch in den Browser eingegeben werden muss, um zur Publikation zu gelangen. Ein großer Vorteil der doi-URL ist, dass sich so die hinterlegte Publikation auch dann wiederfinden lässt, wenn sich ihr Ablageort im WWW geändert hat, beispielsweise durch eine Umstrukturierung oder Umzug einer Webseite. Die doi-URL veraltet also im Gegensatz zu einer statischen URL nicht und führt immer an die richtige Stelle.

Auch Metadaten wie Autorennamen oder Erscheinungsjahr können unter dem doi-Namen abgespeichert werden, die wiederum von manchen Literaturverwaltungsprogrammen durch Eingabe der doi automatisch mit importiert werden und so einen weiteren Arbeitsschritt sparen.

Wer noch mehr zum doi erfahren und vielleicht wissen möchte, wie er für seine Publikation eine doi bekommt, der ist auf der offiziellen Webseite des Digital Object Identifier System gut aufgehoben.

Ein Kommentar zu “doi

  1. Danke für diese Information! Gut zu wissen, wenn das eigene Studium schon ein paar Tage zurückliegt. 🙂

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