Küstenforschung

Beaufort-Skala

Ein Kommentar

Aktuell ist es windig in (Nord)Deutschland. In den Wettervorhersagen ist in diesen Tagen immer wieder von starkem Wind, stürmischen Böen oder auch Sturm die Rede. Doch worin unterscheidet sich eigentlich Wind von Sturm und welchen Maßstab zieht man zur Unterscheidung heran?

Vereinfacht kann man sagen, dass der Wind sich vom Sturm durch seine Geschwindigkeit unterscheidet. Das weltweit wohl am weitesten verbreitete System zur Beschreibung von Windgeschwindigkeiten ist die Beaufort-Skala. Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt und nach Sir Francis Beaufort, einem Hydrografen der britischen Admiralität, benannt.

Mit Hilfe der Beaufort-Skala kann anhand der Auswirkungen des Windes auf die aktuelle Windgeschwindigkeit geschlossen werden. Die Windgeschwindigkeit wird also nicht direkt gemessen, sondern mittels Beobachtungen im Umfeld des Windes abgeschätzt. Dabei ist von Windstärke 0 – Windstille – bis Windstärke 12 – Orkan – alles möglich.

Fühlt man beispielsweise während des Gehens gegen den Wind spürbaren Widerstand und bewegen sich ganze Bäume, hat man es vermutlich mit steifem Wind der Windstärke 7 zu tun, der mit 13,9 bis 17,1 Metern/Sekunde oder 50 bis 61 Kilometern/Stunde über das Land fegt. Werden Bäume gebrochen oder sogar entwurzelt, spricht von einem schweren bis orkanartigen Sturm (Windstärke 10 bis 11) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 117 km/h. Alles darüber wird als Orkan der Windstärke 12 zusammen gefasst und geht mit schweren Verwüstungen einher.

Windstille (Windstärke 0) dagegen erkennt man beispielsweise daran, dass Rauch senkrecht aufsteigt. Und eine frische Brise lässt kleine Baumkronen schwanken und auf Gewässern Schaumkronen entstehen.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Beaufort-Skala von der Internationalen Meteorologischen Organisation auf 18 Stufen erweitert, später von ihrer Nachfolgeorganisation, der World Meteorological Organization, aber wieder auf die ursprünglichen 12 Stufen gekürzt.

Eine Übersicht der 12 Stufen findet man zum Beispiel auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes. Oberhalb von Stufe zwölf werden heute die Saffir-Simpson-Hurricanskala und die Fujitta-Skala angewandt.

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