Küstenforschung

Rendsburg

ein Beitrag von Prof. Dr. Hans von Storch

Die letzte Station von „Forschung vor Anker 2016“ war Rendsburg – wo wir zunächst ein „Open Ship“ geplant hatten und dann Abendvorträge in der Pferdehalterei der alten Carlshütte in Zusammenarbeit mit der Firma ACO, einem wesentlichen globalen Akteur im Bereich der Entwässerung. Aus dem „Open Ship“ wurde nichts, jedenfalls fast nichts, weil ein Sturm mit Nordwestwinden verhinderte, dass wir in Heiligenhafen rechtzeitig auslaufen konnten.

Das hatte den Vorteil, dass die Teilnehmer ein ordentliches Frühstück in ihrem Hotel bekamen, aber den Nachteil, dass wir ca. 3 Stunden verspätet in Rendsburg festmachten. Wir hatten natürlich per Telefon mitgeteilt, dass wir verspätet sein würden – aber dennoch standen ein paar (wenige) Menschen am Kai, als wir anlegten, um zu hören, was wir tun, und um das Schiff kennenzulernen. Auch ein Reporter der Landeszeitung war da, so dass wir uns am heutigen Freitag Morgen über einen schönen Artikel freuen durften. Der auch erklärte, warum wir nicht rechtzeitig gekommen waren.

Die ganze Veranstaltung stand nicht unter einem guten logistischen Stern: Ein weiteres Problem war, dass sich einer unserer Vortragenden mit hinderlichen Verzögerungen im Bahnverkehr konfrontiert sah, was aber einen Institutsleiter des Helmholtz-Zentrums Geesthacht natürlich nicht stoppen kann. Zudem erwies sich der gewählte Termin als unglücklich, nämlich direkt vor dem –  nunmehr sicher ganz und gar vergessenen – Fußballspiel in Frankreich. Die Teilnehmerzahl war entsprechend vermindert, was natürlich schade war in Anbetracht der zwei hervorragenden Vorträge: Zu Schiffsemissionen und Perspektiven zum Umgang damit von Dr. Volker Matthias aus der Küstenforschung und dem Potential von Magnesium als Leichtbauwerkstoff von Prof. Karl Ulrich Kainer aus der Materialforschung. Diese Kombination von Themen demonstrierte nicht nur schön die Breite der beim Helmholtz-Zentrum Geesthacht bearbeiteten Themen, sondern auch die solide Einbindung dieser Forschung in gesellschaftliche Realität.

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