Küstenforschung

High-Tech-Boje misst in der Elbe

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Lauenburgische Landeszeitung vom 04.05.2016

lautet die Überschrift des Artikels in der Lauenburgischen Landeszeitung von gestern. Martina Heineke aus der Abteilung „Submesoskalige Dynamik“ wurde zur Erprobung der neuen Messboje in der Bucht von Tespe befragt, was sie bereits mit ihren Kollegen in unserem Beitrag vorgestellt hat.

In dem Zeitungsartikel bemerkt Martina Heineke, dass  derartige Bojen bereits in Norwegen zur Beobachtung von Aquakulturen, wie z.B. bei der Lachszucht, verwendet werden. Damit werden Sauberkeit und Temperatur des Wassers gemessen.

Das Besondere an diesen Bojen ist der funkgesteuerte Betrieb, mit denen das Innenleben funktioniert. Die Vorrichtung, die mit entsprechenden Sensoren bestückt ist, wird je nach Bedarf in die Tiefe gelassen. Somit verweilen die empfindlichen Messgeräte nicht ständig im Salzwasser, was sich auf längere Sicht als wartungsfreundlich erweist. Der Befall mit Algen und Seepocken sowie die Korrosionsanfälligkeit sind deutlich geringer.

Die Messboje des HZG verbleibt bis September in der Elbe bei Tespe, danach steht der Einsatz in der Ostsee bei Eckernförde an.  Dort will das Institut für Küstenforschung unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels erforschen.  ,,Die Daten, die die Messboje liefert, benötigen wir zum Erstellen von mathematischen Modellen, die sich mit der Temperatur und Schwebstoffen beschäftigen“, erklärt Martina Heineke.

Die Messwerte, die im Rahmen des  Beobachtungssystems COSYNA (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas) erhoben werden, werden der Öffentlichkeit frei zur Verfügung gestellt.

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