Küstenforschung

Ein Maschinentelegraf

war auf unserem letzten Freitagsfoto abgebildet. Angesichts des Alters ist die Schreibweise „Maschinentelegraph“ angebracht. Das frühe Kommunikationsmittel zwischen Brücke und Maschinenraum auf einem Schiff, das erstaunlich gut funktionierte. Die Befehle kann man getrost als Short-Message-System bezeichnen: Sie waren knapp, präzise und unmissverständlich.

Ja, wir haben einen funktionstüchtigen Maschinentelegrafen in Kombination mit unserem FerryBox-Exponat. Mit ihm kann man die Geschwindigkeit der Fähren über die Nordsee auf ihren festgelegten Routen steuern.

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Foto: HZG

Hier war das FerryBox-Exponat auf der Veranstaltung „Nacht des Wissens“ in Hamburg aufgebaut. Durch die Dunkelheit zu fortgeschrittener Stunde entwickelte es eine magische Anziehungskraft.

Die von der Abteilung „In-situ Messsysteme“ entwickelte FerryBox ist ein automatisches Messsystem zur Erfassung physikalischer und chemischer Messgrößen in der obersten Wasserschicht.

Sie wird auf Schiffen installiert, die regelmäßig auf einer bestimmten Route verkehren (z. B. Fähren oder Containerschiffe). Die Instrumente der FerryBox messen etwa alle 20 Sekunden alle zu erfassenden Messgrößen. Damit erhält man entlang der Schiffsroute ungefähr alle 100 Meter eine neue Messung. Diese regelmäßigen Wasserqualitätsmessungen auf einer festen Route ermöglichen detaillierte Beobachtungen über eine lange Zeit und in einem bestimmten großflächigen Gebiet. Damit kann man ein aussagekräftiges Bild der dortigen marinen Prozesse erhalten.

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