Küstenforschung

Neue Studie: Relevanz von Klimamodellen für Windanalyse

290316

Auszug aus dem Poster zur Studie

Veränderungen der Windgeschwindigkeiten über Nordeuropa in den Wintermonaten gehen einher mit der Dynamik großskaliger Klimafaktoren wie der bodennahen Temperatur und der Nordatlantischen Oszillation (NAO). Die Intensität der jeweiligen Korrelationen untereinander hängt allerdings wesentlich von den Anfangs- und Randbedingungen des jeweils verwendeten Klimamodells ab. Zu dem Schluss kommt Dr. Svenja Bierstedt aus der Abteilung „Einflüsse und Auswirkungen auf Küstengebiete“. Die Meteorologin hat in ihrer Studie Simulationen mit verschiedenen Global- und Regionalmodellen sowie Reanalysedaten (basierend auf Messwerten) verglichen.

Die betrachteten Zeiträume in den Modellrechnungen umfassen mehrere hundert Jahre zurück bis heute. Belastbare Reanalysedaten, in dieser Studie von NCEP und coastDat2, liegen für die letzten etwa 60 Jahre vor. Die verwendeten Gobalmodelle ECHO-G, ECHAM5 und ECHAM6 sind – anders als die angewandten Regionalmodelle – jeweils gekoppelte Atmosphären- und Ozeanmodelle. Die damit durchgeführten Simulationen liefern überwiegend ähnliche Ergebnisse. Ein Beispiel: Zwischen der mittleren bodennahen Temperatur und einer statistisch relevanten Datenauswahl für die Windgeschwindigkeit zeigen einige Simulationen positive Korrelationen. Demzufolge nimmt bei höherer Temperatur in Bodennähe die mittlere Windgeschwindigkeit in europäischen Wintermonaten zu.

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==> Poster zur Studie

==> Publikation: Svenja E. Bierstedt, Birgit Hünicke, Eduardo Zorita, Sebastian Wagner and Juan José Gómez-Navarro (2016): Variability of daily winter wind speed distribution over Northern Europe during the past millennium in regional and global climate simulations. Climate of the Past, 12, 317-338, 2016. doi:10.5194/cp-12-317-2016

==> Abteilung „Einflüsse und Auswirkungen auf Küstengebiete“

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