Küstenforschung

Schlechter Luft in Küstengebieten entgegenwirken

NO3-Konzentrationen in µm/m3 für den Referenzfall sowie zwei Szenarien NEC2020 und RCAP, dargestellt für Sommer- und Wintermonate. Die Werte sind im Winter am markantesten. Jedoch lassen sich mit den Annahmen im RCAP-Szenario die Emissionen in küstennahen Gebieten deutlich reduzieren.

NO₃-Konzentrationen in µm/m³ für den Referenzfall sowie zwei Szenarien NEC2020 und RCAP, dargestellt für Sommer- und Wintermonate. Die Werte sind im Winter am markantesten. Jedoch lassen sich mit den Annahmen im RCAP-Szenario die Emissionen in küstennahen Gebieten deutlich reduzieren.

Ammoniak wird hauptsächlich durch Prozesse in der Landwirtschaft emittiert. Insbesondere Tierhaltung und Feldbestellung sind Wege, auf denen das giftige Gas mit der Summenformel NH₃ in Atmosphäre und Boden gelangt. In der Luft wird die Bildung kleinster Partikel stark angeregt. Die Entstehung dieser Feinstaubteilchen verstärkt sich allerdings zusätzlich, wenn Ammoniak-Emissionen mit Schiffsemissionen „zusammentreffen“. Die Kombination verschlechtert unsere Luft also zusätzlich. So liegt auf der Hand, dass aufgrund des Emissionsanteils von Schiffen dieser Effekt besonders in Küstengebieten und Meeresnähe beobachtet wird.

In der Abteilung Chemietransportmodellierung an unserem Institut für Küstenforschung hat Anna M. Backes ein interessantes Szenario entworfen. Zusammen mit ihren Kollegen hat sie gezeigt, dass durch eine Halbierung der Ammoniak-Emissionen die Konzentration besonders der kleinen Feinstaubpartikel in Teilen Europas im Winter um etwa ein Viertel reduziert wird. Was genau das Szenario beinhaltet und auf welche Art und Weise unsere Luft in Küstennähe deutlich sauberer werden kann, das steht in der dazu veröffentlichten Publikation. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht hat ebenfalls dazu eine Presseinformation herausgegeben. Des weiteren findet sich dort auch ein Kurzinterview mit der Umweltwissenschaftlerin Anna M. Backes.

==> zur Pressemitteilung (HZG)
==> zur wissenschaftlichen Veröffentlichung (ScienceDirect)
==> zur Abteilung Chemietransportmodellierung des Instituts für Küstenforschung (HZG)

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