Küstenforschung

El Niño, La Niña und die große Wippe

posted by Dr. Holger Brix auf dem ESKP-Portal

El Niño droht 2015 wieder weite Teile der Erde klimatisch durcheinander zu wirbeln. Was steckt hinter diesem Wetterphänomen?

Grafik: eskp.de / CC-BY

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Seit dem frühen 19. Jahrhundert haben peruanische Fischer immer wieder von einem dramatischen Einbruch ihrer Fangzahlen und Hungernöten berichtet. Dies ging einher mit ungewöhnlich warmen Wassertemperaturen. Dem häufigen Auftreten im Dezember hat dieses Phänomen den Namen „El Niño, spanisch für der Junge“ oder „das Christkind“, zu verdanken.

In Indien blieb im Jahr 1899 der Monsun vollständig aus, was Sir Gilbert Walker, den damaligen Chef des indischen Meteorologischen Dienstes veranlasste, nach einer Methode zur Monsunvorhersage zu suchen. Dies führte einige Jahre später zu der Entdeckung einer „Luftdruck-Wippe“ zwischen dem „maritimen Kontinent“, dem westlichen Pazifik rund um Indonesien, und dem östlichen Pazifik. Wenn der Druck auf der westlichen Seite des Pazifiks hoch ist, ist er über dem Ostpazifik niedrig und umgekehrt. Walker taufte diese Beziehung die „Südliche Oszillation“. Die Luftströmung, die diese beiden Regionen verbinden, wird heute Walker-Zirkulation genannt.

Es sollte noch einmal fast siebzig Jahre dauern bis Wissenschaftler entdeckten, dass diese beiden Erscheinungen Teil ein und desselben Phänomens sind: einer instabilen Wechselwirkung von Atmosphäre und Ozean, die jetzt als ENSO (El Niño – Southern Oscillation) bezeichnet wird.

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