Küstenforschung

Hinterm Horizont geht’s weiter …

Ein Kommentar

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Für manchen Menschen bedeutet der Ruhestand das Erreichen des gewünschten beruflichen Horizonts. Nicht so für Prof. Dr. Hans von Storch, der heute zwar seinen letzten Tag in der Funktion als Institutsleiter im Bereich „Systemanalyse und Modellierung“ hat, doch den Horizont seiner beruflichen Tätigkeit für das Institut für Küstenforschung ein Stück hinausschiebt.

Herr Prof. von Storch, die großen strategischen Aufgaben haben Sie nun abgegeben, aber einige behalten, die Sie während der nächsten beiden Jahre noch tatkräftig in Angriff nehmen bzw. fortführen werden. Was gehört dazu?

300915_02In der Tat, die strategischen Fragen, etwa die Aufstellung innerhalb der Helmholtz Gemeinschaft, die Abstimmung im Zentrum und unter den Institutsteilen, die Zusammenarbeit im Exzellenzzentrum CLISAP mit der Universität Hamburg, die Programmplanung, die gehören in den Aufgabenbereich des aktiven Institutsleiters; da muß sich der „alte“ zurückhalten, denn der Wechsel in der Institutsleitung ist immer auch eine Chance der Erneuerung, die nach 20-Storchen-Jahren sicher nötig ist.

Aber da ist noch eine Reihe von Aufgaben, die zwar auch wichtig, aber in der Bedeutung hinter den oben genannten Hauptsachen zurückstehen. Um einige dieser Themen kümmere ich mich noch weiter, bis Corinna Schrum im Laufe der nächsten zwei Jahre irgendwann sagt: übernehme ich jetzt auch. Dazu gehört etwa die Pflege der mit diesem Institutsteil verbundenen Kontakte nach China und Polen, die Betreuung meiner persönlichen Doktoranden, die letzte Bray&von Storch Umfrage oder auch „Forschung vor Anker“.

Die jährliche Tour „Forschung vor Anker“ haben Sie vor 6 Jahren ins Leben gerufen. Wie kamen Sie auf die Idee, mit dem Forschungsschiff verschiedene Stationen anzulaufen und dort die aktuellen Forschungsarbeiten dem interessierten Publikum zu präsentieren?

300915_06Ich weiß gar nicht mehr, ob das wirklich meine Idee war, aber im Laufe „meiner“ Zeit bei GKSS bzw. HZG trat die Frage nach dem Austausch mit der Öffentlichkeit in „unserer“ Region immer deutlicher hervor. Dies insbesondere nach der Schaffung eines gemeinsamen Instituts für Küstenforschung, nachdem es zuvor drei separate Umweltforschungsinstitute gegeben hatte.

Stand dieses Konzept von Open-Ship- und zusätzlichen Vortragsveranstaltungen von Anfang an fest oder hat sich das erst entwickelt?

Dies haben wir von Anfang an so gemacht.

Gab es in all den Jahren eine Lieblingsroute?

Na klar, die an der Schleswig-Holsteinischen Westküste, mit Büsum, Husum und Wyk.

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Wenn man sich die Karte mit den Touren anschaut – wohin könnte die nächste Tour führen? Eher Nord- oder Ostsee?

Also, das hängt davon ab, ob wir gute Anlaufstationen finden. Größere Lücken haben wir bis dato an der Ostseeküste, sowohl um Fehmarn herum und westlich von Stralsund.

Stecken vielleicht auch Überlegungen dahinter, die „Lücken“ zu schließen, um eine durchgängige Kette an „Forschung vor Anker“ Stationen zu erhalten?

Nicht wirklich, eher der Wunsch die GANZE Küste gesehen und angelaufen zu haben.

Ahoi, und wir freuen uns sehr, dass Sie weiterhin an Bord sind! Herzlichen Dank für das Interview.

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