Küstenforschung

10. Deutsche Klimatagung in Hamburg

posted by Oliver Weiner, Öffentlichkeitsarbeit

Bereits zum 10. Mal treffen sich im Rahmen der Deutschen Klimatagung mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Klimaforschung zu präsentieren und zu diskutieren. Treffpunkt der Experten ist in diesem Jahr die HafenCity Universität (HCU) in Hamburg. Schwerpunkte bilden die Themenbereiche Klimawandel und Klimafolgen sowie Anpassungsmaßnahmen und Klimaservice in Form von Kommunikation und medialem Diskurs.

Im Rahmen einer Pressekonferenz hoben die teilnehmenden Experten bereits vor Veranstaltungsbeginn eingehend die Relevanz des Klimawandels für die Gesellschaft hervor. Diplom-Meteorologin Gudrun Rosenhagen, Vorsitzende der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG) und Sprecherin des Programmkomitees, unterstrich die Bedeutsamkeit regionaler Veränderungen, also dem Klimawandel vor Ort, der stellenweise deutlich stärker ausfiele als im globalen Mittel. Dementsprechend hätten in diesem Jahr viele Tagungsthemen ihre Schwerpunkte auf regionalen und lokalen Aspekten, speziell auf Deutschland bezogen.

Prof. Dr. Hans von Storch betonte, dass insbesondere für Norddeutschland das Thema „Sturmfluten“ bei den Menschen allseits wichtigstes oberstes Gesprächsthema im Bereich Klimawandel sei. Maßnahmen zum Küstenschutz müssten vor allem nachhaltig geschehen und stets vor dem Hintergrund, was bezüglich Planung und entstehender Kosten akzeptabel sei.

Zur Eröffnung der Klimatagung verwies Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz auf die traditionsreiche Verbundenheit der Stadt Hamburg mit der Klimaforschung. So sei bereits im 19. Jahrhundert beispielsweise mit der Gründung der Seewarte im Hamburger Hafen seinerzeit Klimaforschung betrieben worden. Scholz betonte, es sei Aufgabe der Industrieländer und damit auch Hamburgs, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung so zu kombinieren, um sinnvolle Klimapolitik betreiben zu können.

Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität und Gastgeber der Klimatagung, stellte anhand der aktuellen Flüchtlingsproblematik dar, wie wichtig Wissen und Austausch bezüglich regionaler Klimaveränderungen seien. Wenn man sich vorstelle, dass derartige Wanderungsbewegungen wie zurzeit zusätzlich durch Auswirkungen des Klimawandels „vor der Haustür dieser Menschen“ ausgelöst würden, wäre dies zweifelsohne als großes globales Problem zu betrachten.

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