Küstenforschung

Mitarbeiter stellen sich vor: Florian Dutschke

Welchen fachlichen Hintergrund haben Sie?

Ich habe an der Universität Hamburg meinen Bachelor und Master in Chemie erworben.  Schwerpunkte während meines Studiums waren sowohl die Polymerchemie als auch die Synthese und Charakterisierung von Nanopartikeln. 2013 habe ich während meiner Masterarbeit bei der Beiersdorf AG die Bereiche der Nanotechnologie, der Polymerchemie und der Spurenanalytik bei der Entwicklung einer neuartigen Matrix für die Anwendung bei medizinischen Pflastern kombinieren können.

Seit Januar 2014 beschäftige ich mich während meiner Promotion mit der Detektion von Titandioxid-Nanopartikeln in der marinen Umwelt, und kann so für mich einen schönen Bogen von der Entwicklung möglicher Anwendungen zu den möglichen Risiken einer Freisetzung in die Umwelt spannen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Ein wirklich typischer Tagesablauf oder eine Routine für jeden Arbeitstag hat sich bei mir als Doktorand nicht entwickelt, da das sehr von den geplanten Aufgaben des Tages abhängig ist. Oft bin ich im Labor und optimiere die Methode zur Detektion von Nanopartikeln aus marinen Proben, wobei  die Probenvorbereitung viel Zeit in Anspruch nimmt. Feste Proben müssen suspendiert und anschließend stabilisiert und homogenisiert werden, um diese für die Messung vorzubereiten. Ich vermesse dann die vorbereiteten Proben in einer Zentrifugal-Feld-Fluss-Fraktionierung gekoppelt mit einem ICP-MS/MS, um auch noch geringste Spuren von Partikeln in realen Proben messen zu können.

Ein weiterer großer Teil meiner Arbeit ist die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse sowie die Präsentation der Ergebnisse auf nationalen und internationalen Tagungen.

Man kann sagen, es wird nie langweilig und so bin ich auch nach mittlerweile anderthalb Jahren immer noch mit Spaß dabei.

Was ist Ihr großes Ziel?

Mein großes Ziel für die nächsten 2 Jahre ist der erfolgreiche Abschluss meiner Doktorarbeit und ein bisschen besser zu verstehen, wie der Kreislauf ist zwischen der Entwicklung einer neuen Technologie bis hin zu den möglichen Konsequenzen und Risiken, die diese für den Mensch und die Umwelt mit sich bringt.

Was war Ihr bisher größter Erfolg?

Mein bisher größter Erfolg für mich war der erfolgreiche Abschluss meines Studiums der Chemie und die letzten anderthalb Jahre meiner Doktorarbeit, die mir nicht nur Einblicke in bisher unbekannte Methoden ermöglichte, sondern auch die ganz neuen Erfahrungen, die ich auf unseren Schiffs- und Probennahmen-Kampagnen sammeln konnte.

Was ist Ihr persönliches Markenzeichen?

Mein persönliches Markenzeichen war für mich schon immer die Nähe zum Wasser, sei es beim Schwimmen/Tauchen oder die Arbeit hier im Institut für Küstenforschung.

010915

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