Küstenforschung

Elbe Kampagne 2015 – Von Geesthacht bis Schmilka

posted by Johanna Schrödl, Praktikantin in der Abteilung Marine Bioanalytische Chemie

Als frische Absolventin der Umweltwissenschaften, die ich an der Leuphana Universität in Lüneburg studiert habe, mache ich aktuell ein Praktikum am HZG in der Abteilung „Marine Bioanalytische Chemie“, um weitere Einblicke in die Umweltforschung zu erhalten. Zum zweiten Mal konnte ich dadurch in einem Forschungsprojekt miterleben, wie die Probennahme für das benötigte Material abläuft und wie unterschiedlich dies sein kann.

Auf der diesjährigen Elbkampagne konnte ich am zweiten Fahrtabschnitt von Geesthacht bis in die Nähe der deutsch-tschechischen Grenze teilnehmen. Dabei wurden Wasser- und Sedimentproben aus der Elbe entnommen, welche im Anschluss auf ausgewählte Schadstoffe sowie Isotopenverhältnisse hin untersucht werden. Da die zu untersuchenden Schadstoffe in sehr geringen Konzentrationen auftreten können, mussten alle zur Analyse verwendeten Instrumente sorgfältig gereinigt werden. Bereits zu Beginn meines Praktikums wurden Flaschen, Filterpapiere und Aluschalen dafür gründlich vorbereitet. Im Vergleich zu meinen ersten Erfahrungen mit der Entnahme von Sedimentproben in einem kleinen Forschungsinstitut in Griechenland war die Elbkampagne deutlich geplanter und strukturierter. Die Probenentnahme erfolgte problemlos, und es mussten keine Abstriche bei der Qualität der Proben gemacht werden.

Auch wenn durch das Rekord-Niedrigwasser der Elbe ab dem Geesthachter Wehr nur mit dem kleinen Schlauchboot „Tümmler“ gefahren werden konnte, auf dem die Proben nicht wie auf der „Ludwig Prandtl“ (die während des ersten Abschnittes genutzt wurde) direkt weiterbehandelt werden konnten, funktionierte die Zusammenarbeit und die aufwändige Logistik einwandfrei. Die Proben wurden jeden Abend ins Zentrum nach Geesthacht transportiert, wo sie filtriert, eingefroren und gelagert wurden.

Die Elbe einmal vom Wasser aus zu erleben und die Landschaft sich in Richtung Tschechien verändern zu sehen, war ein wunderschöner Nebeneffekt dieser Kampagne. Denn wann hat man schon mal die Gelegenheit, die Elbe von der Mündung bis fast zur Quelle zu sehen!

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