Küstenforschung

Unsere gemeinsame Zukunft im Klimawandel

posted by Doktorandin Diana Süsser

Derzeit findet die internationale Konferenz Our common future under climate change (Unsere gemeinsame Zukunft im Klimawandel) in Paris statt. Im Rahmen der Konferenz werden wissenschaftliche Grundlagen und Schlüsselaspekte des Klimawandels adressiert, die eine wichtige Grundlage bilden für die Klimakonferenz COP21, die Ende des Jahres in Paris stattfinden wird.

Unter den 2000 teilnehmenden Wissenschaftlern ist Diana Süsser, Doktorandin in der Abteilung Sozioökonomie des Küstenraumes am Institut für Küstenforschung des HZG. Im Rahmen des Forschungsprojektes ReKlim, Regionaler Klimawandel, forscht sie zur Bedeutung des regionalen Klimawandels und zur lokalen Energiewende als Beitrag zur Klimawandelverminderung.

Während der Poster-Session präsentierte Diana aktuelle Forschungsergebnisse aus ihrer Doktorarbeit. Energie ernten: Eine Raum-basierte Perspektive der Menschen zur Verminderung des Klimawandels mit erneuerbaren Energien an der deutschen Nordseeküste lautet der Titel ihrer Präsentation, die sie zusammen mit Martin Döring, Wissenschaftler an der Universität Hamburg (Geografie) und am HZG, erarbeitet hat.

Das Poster adressiert zwei Kernfragen:

  • Welche sozialen Voraussetzungen ermöglichen eine lokale Energiewende?
  • Wie beeinflussen die Raumbindung und das Verständnis von Klimawandel der Menschen lokale Transformationsprozesse?

Das Poster stellt die Ergebnisse aus 15 qualitativen Interviews vor, die mit Menschen aus der Küstengemeinde Reußenköge (Nordfriesland) im Jahr 2014 von Diana Süsser geführt wurden. Die Küstengemeinde entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten von einer durch traditionelle Landwirtschaft geprägten Region zu einer Modellregion für erneuerbare Energien. Die Menschen „ernten“ Wind durch ihre Beteiligung an Bürgerwindparks und „ernten“ Sonnenstrahlen durch größtenteils individuell installierte Solaranlagen. Durch die Interviews sollte ein besseres Verständnis über Raum-basierte soziale Faktoren erlangt werden, die hinter der Wende zu erneuerbaren Energietechnologien stehen. Dazu wurde das Zusammenspiel von Raum, Klimawandel und lokalen Entrepreneuren untersucht.

Die Ergebnisse belegen, dass Raum, Klimawandel und lokale Entrepreneure wichtige analytische Einheiten für den Prozess der lokalen Energiewende sind, die ein vielseitiges Zusammenspiel aufzeigen. Eine Raum-basierte Perspektive zeigt sich daher als wichtig, um ein besseres Verständnis über lokale Innovationsprozesse und eine nachhaltige Energiewende zu erlangen.

Hier gelangen Sie zur ==> Posterpräsentation auf der Konferenz. Weitere Informationen zur Forschung von Diana Süsser finden Sie in einem Artikel in den Husumer Nachrichten.

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