Küstenforschung

Das Watt … unendliche Weiten …

040814

Wir schreiben das Jahr 2014. 3 Jungforscher auf dem Weg von Büsum nach Holland in die weite Welt. Unser Schiff ist nicht die Enterprise, sondern die Ludwig Prandtl …

Unter der Mission NOPinCoWa (N-Cycle and organic pollutants in coastal waters of Dutch and German Wadden sea and estuaries) fahren zwei Abteilungen des Helmholtz-Zentrums Geesthacht – Isotope und Umweltchemie (KBI und KBC) – für insgesamt 3 Wochen durch das deutsche und niederländische Küstengewässer, um Wasser- und Sedimentproben zu nehmen.

Von der Abteilung KBI werden im Stickstoffkreislauf Umsatzprozesse in der Wassersäule und im Sediment untersucht, im Fokus steht dabei die Nitrifikation, die Oxidation vom Ammoniak über Nitrit zu Nitrat. Über die Flüsse und ihre Mündungsgebiete (Ästuare) wird viel Stickstoff aus der Landwirtschaft in die Küstengewässer geleitet, vor allem Nitrat kann dort zu Überdüngung (Eutrophierung) und damit zu verstärktem Algenwachstum führen.

Die Abteilung KBC untersucht das Verhalten und den Verbleib von organischen Schadstoffen wie Kunststoff Additiven, Pflanzenschutzmitteln und Pharmaka. Auf dieser Ausfahrt liegt der Schwerpunkt auf Organophosphor-Flammschutzmitteln und Weichmachern, welche insbesondere Anwendung in Haushaltsprodukten finden. Anhand von Verteilungsmustern werden die Eintragsmenge sowie die Langlebigkeit dieser Substanzen in der Umwelt abgeschätzt und mit Erkenntnissen aus Laborversuchen verglichen.

In den nächsten Tagen wollen wir unsere Probennahmen, die Fahrtteilnehmer und erste Erkenntnisse vorstellen.

(posted by Dr. Tina Sanders)

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