Küstenforschung


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Das Freitagsfoto

Anfang November gab es in Teilen Deutschlands – so auch hier bei uns in Geesthacht – einen regelrechten Wintereinbruch. Und das mitten im Herbst. Die Schneedecke war nach zwei Tagen ergiebigen Schneefalls mehrere Zentimeter dick, und die Temperatur sank an mehreren Tagen unter 0° Celsius. Solche Tage, an denen die Temperatur mindestens einmal am Tag unter den Gefrierpunkt sinkt, nennt man Frosttage. Und um die soll es in unserem heutigen Rätsel gehen.

Diesmal ist das Bild nur schmückendes Beiwerk, denn wir möchten wissen: Wie viele Frosttage gibt es in Norddeutschland im Jahr überhaupt? Und wie könnte sich die Anzahl der Frosttage im Jahr in Norddeutschland bedingt durch den Klimawandel in Zukunft verändern? Eine Zuatzfrage für alle, denen das zu leicht ist: Was unterscheidet eigentlich einen Frosttag von einem Eistag?

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Foto: HZG / Jessica Klepgen

Wir wünschen viel Spaß beim Raten oder Herausfinden und ein schönes Wochenende! Kleiner Tipp: Der Norddeutsche Klimamonitor und der Norddeutsche Klimaatlas könnten beim Beantworten der Fragen helfen🙂 !


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Den gewohnten Anblick

hat man so tief verinnerlicht und als unwichtig eingestuft, ständig alle Details der Baustellen präsent zu haben. Deshalb musste man tatsächlich zunächst überlegen, was auf unserem letzten Freitagsfoto fehlte. Der Richtkranz? Stimmt, er hängt nicht mehr an derselben Stelle, aber er ist noch da. Lehnt unten links am Pfeiler.

Nein, etwas Großes fehlt, was lange Zeit viel Raum vor dem Neubau beansprucht hat: der Baukran. Er wurde einen Tag vor der Aufnahme abgebaut.

Der andere Baukran vor dem Neubau 14a steht noch – und wir haben ihn täglich vor Augen. Ob am sonnigen Tag oder am frostigen Abend. Und wenn er abgebaut ist, tritt dasselbe Phänomen auf: Da war doch was … aber was?

(Fotos: HZG / Ina Frings)


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Job Offer / Stellenangebot

Hydrodynamic Modeller Position (m/f)

The Institute of Coastal Research at the Helmholtz-Zentrum Geesthacht hosts a number of highly motivated and experienced researchers in the field of numerical modeling of regional and coastal circulation, surface waves, sediment transport, biogeochemistry, data assimilation and remote sensing. We plan to enlarge our hydrodynamic modeling team and invite applications for a hydrodynamic modeller position (m/f). We are looking for a highly motivated and experienced scientist and acknowledged expert in numerical modeling of the coupled shelf-ocean system.

This is a fixed-term position for 3 years with a possibility of an extension, starting as soon as possible. The place of employment is Geesthacht.

Your tasks:

  • model development to resolve and understand the feedbacks in the coupled shelf-ocean system
  • further development of modern hydrodynamic numerical models (including unstructured grid models such as ICON or SCHISM, European community models such as NEMO)
  • conduct research about the physical-biological shelf-ocean coupling and climate and anthropogenic system drivers on various time scales
  • project applications and participation in national and international projects
  • networking with national and international modeling communities
  • supervising of master and PhD students, collaboration with postdoctoral researchers
  • publication in relevant scientific journals
  • presenting the research at international conferences and committees

Profile of qualifications:

  • a university degree in Physics, Mathematics, Physical Oceanography, Atmospheric Science, Environmental Science, or related disciplines and holds a relevant PhD
  • outstanding expertise in hydrodynamics and numerical modeling
  • long standing experience in model development including development and implementation of numerical methods and adaptive computational mesh refinement
  • experience in modeling waves, sediment transport and ecosystem dynamics
  • documented expertise in model application for coupled shelf-ocean systems
  • excellent programming skills und long-standing FORTRAN experience
  • record in employing High Performance Computing and parallelization of ocean models
  • skills and experience in data assimilation
  • relevant publications in peer reviewed scientific literature
  • excellent command of English
  • ability and experience to work in an inter- and transdisciplinary environment
  • experience in experimental oceanography enabling understanding and close collaboration with experimentalists at the Institute of Coastal Research is an advantage
Closing date for applications is December 28th, 2016


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Highlight Thema: Drei Elemente auf einen Streich

Text: Tim Schröder, Wissenschaftsjournalist

Woher kommen das Sediment im Wattenmeer oder der Schlick im Hamburger Hafen? Wie verteilen sich Schadstoffe in der Umwelt? Fragen dieser Art können Wissenschaftler heute durch die chemische Analyse von beispielsweise Spurenelementen in Sediment- oder Wasserproben beantworten. Noch aber sind diese Verfahren oftmals extrem zeitraubend, weil die Proben für die Analyse mit großem Aufwand aufbereitet werden müssen. Der HZG-Doktorand Tristan Zimmermann hat deshalb ein Verfahren entwickelt, das die Aufbereitung der Proben enorm beschleunigt. Damit wird er zukünftig Forschern weltweit den Laboralltag erleichtern. Jetzt wurde seine Arbeit während einer wissenschaftlichen Tagung mit einem Preis ausgezeichnet.

Die Herkunft des Sediments

Wie kaum ein anderer Lebensraum ist das Wattenmeer ständig in Bewegung. Mit dem Wechsel von Ebbe und Flut werden Wassermassen gleichsam hin und her gepumpt. Der Wattboden wird fortgespült und an anderer Stelle abgelagert. Wenn bei einem Orkan die Brecher gegen die Küsten anrollen, werden Tonnen von Sediment aufgewirbelt und verfrachtet. Die Wissenschaftler des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht wollen diese Prozesse verstehen. Sie wollen herausfinden, woher das Material stammt, welche Wege das Material nimmt, wo es sich ablagert und wie diese Prozesse zur Verteilung von Schadstoffen beitragen.

Sedimentproben aus der Nordsee. Foto: HZG / Daniel Pröfrock

Sedimentproben aus der Nordsee. Foto: HZG / Daniel Pröfrock

Antworten liefern ihnen moderne, chemische Analysemethoden, mit denen die Wissenschaftler bestimmen können, wie viel von bestimmten Elementen zum Beispiel in einer Sedimentprobe aus dem Wattenmeer oder im Elbeschlick enthalten ist. „Im Grunde bestimmen wir mit diesen Methoden den Elementfingerabdruck einer Sedimentprobe, aus dem wir schon erste Informationen zur möglichen Herkunft sowie den Eigenschaften des Sediments erfahren“, sagt Daniel Pröfrock, Leiter der Abteilung „Marine Bioanalytische Chemie“ am Institut für Küstenforschung.

Isotope machen den Unterschied

Letztlich besteht jedes Sediment aus winzigen Pflanzenresten und Gesteinsbröckchen, die durch Verwitterung, den Regen oder durch Flüsse aus dem Gestein ausgewaschen werden. Das Gestein wiederum setzt sich je nach Alter und Entstehungsgeschichte aus bestimmten chemischen Elementen zusammen und hat damit ebenfalls eine Art chemischen Fingerabdruck. Zu den für die Geesthachter Wissenschaftler besonders interessanten Bestandteilen gehören in diesem Falle Elemente wie Blei, Neodym und Strontium. Alle drei zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Natur aus mehreren sogenannten stabilen Isotopen bestehen.

Probenahme im Watt. Foto: HZG / Ina Frings

Probenahme im Watt. Foto: HZG / Ina Frings

Als Isotope bezeichnet man jene Atome eines chemischen Elements, die sich in der Anzahl ihrer Neutronen unterscheiden und dadurch eine unterschiedliche Atommasse aufweisen. Vom Element Strontium zum Beispiel gibt es in der Natur vier stabile Isotope mit den Massen 84, 86, 87 und 88. Die relative Häufigkeit dieser vier Isotope unterscheidet sich in der Natur geringfügig und hängt von den geologischen und radioaktiven Prozessen ab, die im Laufe der Jahrmillionen an verschiedenen Orten unterschiedlich abgelaufen sind. Je nach Alter und Zusammensetzung eines Gesteins variieren die Gehalte einzelner Isotope also.

Damit trägt ein Gestein aufgrund seines Herkunftsorts auf der Erde einen ganz charakteristischen Isotopen-Fingerabdruck. Untersucht man die Bestandteile des Sediments im Wattenmeer, kann man auf diese Weise beispielsweise erkennen, ob das Sediment aus dem Einzugsgebiet der Elbe stammt oder über andere Flusssysteme herantransportiert wurde.

Zeitraubende Vorbereitung

Das Problem: Da die Isotope von Blei, Neodym und Strontium in Sedimentproben nur in winzigen Mengen enthalten sind, ist die Analyse extrem aufwendig – vor allem die Vorbereitung der Proben. Die Wissenschaftler müssen besonders sauber arbeiten und die verschiedenen chemischen Elemente exakt voneinander trennen, um die extrem kleinen Unterschiede in der Isotopenzusammensetzung richtig bestimmen zu können. Denn lösen sie nur einen Teil der gesuchten Elemente aus der Probe, werden die Isotopenverhältnisse nicht akkurat bestimmt.

Abteilungsleiter Dr. Daniel Pröfrock bei der Aufbereitung von Proben im Labor. Foto: HZG / Ulrike Kleeberg

Abteilungsleiter Dr. Daniel Pröfrock bei der Aufbereitung von Proben im Labor. Foto: HZG / Ulrike Kleeberg

Etabliert ist ein Verfahren, bei dem in mühevoller Handarbeit im Labor die Isotope der verschiedenen chemischen Elemente von den restlichen störenden, in der Probe enthaltenen Elementen Schritt für Schritt  getrennt werden. Dazu wird die Sedimentprobe zunächst mit Säuren verflüssigt. Anschließend wird die Flüssigkeit in kleine Reagenzgläser pipettiert. Darin befinden sich sogenannte Ionentauscher-Harze, an die sich die verschiedenen Elemente aus der Probenlösung binden. Die störenden Elemente werden durch Zugabe unterschiedlicher Reagenzien nach und nach abgetrennt.

Bislang muss diese Trennung für Blei, Neodym und Strontium aber separat durchgeführt werden, weil sie sich nicht in einem Rutsch im Dreierpack von den übrigen Elementen separieren lassen. „Diese Probenvorbereitung ist so aufwendig“, sagt Tristan Zimmermann, Doktorand in der Abteilung von Daniel Pröfrock „dass eine Person an einem Tag nur etwa 20 Proben bearbeiten kann.“

Drei Elemente gemeinsam herausfischen

Um diesen Arbeitsschritt zu erleichtern, hat Tristan Zimmermann jetzt ein neues Verfahren entwickelt, mit dem die Proben deutlich schneller aufbereitet und die Istope der gewünschten Elemente  automatisch voneinander getrennt werden. Der dafür benötigte Automat ist seit kurzer Zeit auf dem Markt kommerziell erhältlich. Doch musste Tristan Zimmermann den Apparat zunächst für seine Zwecke fit machen.

Aktuell arbeitet er in der Abteilung „Marine Bioanalytische Chemie“ vor allem an den Elementen Blei, Neodym und Strontium. Wie erwähnt muss die Probenaufbereitung und Abtrennung der Isotope von jedem dieser drei Elemente einzeln per Hand durchgeführt werden. Zimmermann aber ist es jetzt gelungen, die Trennung in einem Schritt ablaufen zu lassen. Er setzt dafür ein spezielles Ionentauscher-Harz ein, das bislang vom Hersteller eigentlich nur für die Abtrennung von Strontium-Isotopen angeboten wird. Wie Zimmermann feststellte, ermöglichen es die chemischen Eigenschaften des Ionentauscher-Harzes jedoch, alle drei gewünschten Elemente zugleich aus einer Sedimentprobe herauszufischen. „Durch Zugabe verschiedener Säuren mit unterschiedlichen Säurestärken kann man anschließend die Isotope der Elemente Blei, Neodym und Strontium nacheinander von dem  Ionentauscher herunterlösen und so voneinander trennen“, sagt Zimmermann.

Preiswürdiges Verfahren spart Zeit

Danach werden die aus der Probe abgetrennten Elemente dann getrennt voneinander in einem anderen Gerät, dem Element-Massenspektrometer, auf den Gehalt ihrer verschiedenen Isotope untersucht. Insbesondere bei umfangreichen Umweltstudien ist die Probenvorbereitung der limitierende Faktor. Durch die Arbeit von Tristan Zimmermann aber kann der Zeitaufwand für die Probenvorbereitung künftig enorm verkürzt werden. Zum einen, indem er mit einem einzigen Arbeitsschritt die Isotope der Elemente Blei, Neodym und Strontium aus einer Probe herausfiltert. Zum anderen, indem es ihm gelungen ist, diesen Prozess automatisiert ablaufen zu lassen.

HZG-Doktorand Tristan Zimmermann, der Entwickler des neuen Verfahrens, bei der Probenahme in der Elbe. Foto: HZG / Daniel Pröfrock

HZG-Doktorand Tristan Zimmermann, der Entwickler des neuen Verfahrens, bei der Probenahme in der Elbe. Foto: HZG / Daniel Pröfrock

„Das neue Verfahren dürfte künftig die Arbeit in vielen Analyselabors weltweit deutlich vereinfachen, weil es unzählige Stunden an Probenvorbereitung einsparen wird“, sagt Daniel Pröfrock. So überrascht es nicht, dass die Arbeit von Tristan Zimmermann kürzlich bei einem Treffen von Analytikexperten und Massenspektrometrie-Anwendern mit einem Preis für das beste Poster geehrt worden ist. Dieses Treffen wird von der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) alle zwei Jahre veranstaltet und von gut 150 Fachleuten aus der Industrie und der Forschung besucht. Das prämierte Poster mit dem Titel „Optimization of a new fully-automated sample preparation system for isotopic analysis of sediment digests via MC ICP-MS“, das in Kooperation mit Kollegen der Universität für Bodenkultur in Wien entstanden ist, wurde von der Firma Tofwerk mit einem Sachpreis ausgezeichnet.

Die Historie der Umweltverschmutzung

Auch in den HZG-Labors wird Zimmermanns neue Methode die Arbeit wesentlich erleichtern. Neodym und Strontium sind jene Elemente, an deren Isotopen-Zusammensetzung sich die Herkunft von Sedimenten besonders gut ablesen lässt. Die Blei-Isotope wiederum sind besonders geeignet, um die vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung zu erforschen. Hierbei machen sich die Forscher zunutze, dass Blei je nach Herkunft eine charakteristische Isotopen-Zusammensetzung aufweist. Blei-Isotope im Sediment können demnach Hinweise liefern, ob es sich bei den gemessenen Werten um den natürlichen Untergrund handelt oder um Verschmutzungen, die durch Aktivitäten des Menschen in die Umwelt gelangt sind.

So kann man beispielsweise auch Blei aus Autoabgasen nachweisen, das vor wenigen Jahrzehnten noch dem Benzin beigemischt wurde. „In ruhigen Alt-Armen von Flüssen, die den Strömungen kaum ausgesetzt sind, findet man oft säuberlich geschichtete Sedimente, die recht alt sind, und an denen man dann entsprechende Entwicklungen rekonstruieren kann“, sagt Daniel Pröfrock. „Wenn wir zugleich das Alter der Schichten bestimmen, können wir exakt feststellen, zu welcher Zeit das Blei in die Umwelt gelangt ist – zum Beispiel zu Beginn der Industriellen Revolution.“ Dank der neuen Methode von Tristan Zimmermann werden die HZG-Wissenschaftler ihren Sedimenten künftig noch sehr viel schneller wichtige Informationen entlocken können.

 

Kontakt:

dscf1394_daniel_proefrockTristan Zimmermann
Marine Bioanalytische Chemie
Tel: +49 (0)4152 87-2845
E-Mail

 

dscn5838_ulrike_kleebergDr. Daniel Pröfrock
Marine Bioanalytische Chemie
Tel: +49 (0)4152 87-2846
E-Mail

 

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Konferenz „Blue Sky over the Sea?“

Am 17. und 18.11.2016 fand in Berlin die vom Umweltbundesamt veranstaltete Konferenz Blue Sky over the Sea? statt. Mehr als 50 internationale Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten den Einfluss der Schifffahrt auf die Luftqualität im Küstenraum.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion, an der Dr. Volker Matthias teilnahm, wurde diskutiert, welche Schadstoffe aus der Schifffahrt am dringendsten reduziert werden sollten, wie dies ueberprüft werden kann und welche Prioritäten die Industrie derzeit setzt, um die Schifffahrt umweltverträglich zu machen.

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Dr. Volker Matthias (2. v. l.) als Teilnehmer der Podiumsdiskussion. Foto: Kent Salo, Chalmers, Goeteborg


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Publications

M.G. Vivanco, B. Bessagnet, C. Cuvelier, M.R. Theobald, S.Tsyro, G. Pirovano, A. Aulinger, J. Bieser, G. Calori, G. Ciarelli, A. Manders, M. Mircea, S. Aksoyoglu, G. Briganti, A. Cappelletti, A. Colette, F. Couvidat, M. D’Isidoro, R. Kranenburg, F. Meleux, L. Menut, M.T. Pay, L. Rouïl, C. Silibello, P. Thunis, A. Ung (2016): Joint analysis of deposition fluxes and atmospheric concentrations of inorganic nitrogen and sulphur compounds predicted by six chemistry transport models in the frame of the EURODELTAIII project. Atmospheric Environment, PII:S1352-2310(16)30926-8, DOI:10.1016/j.atmosenv.2016.11.042

Highlights:

  • The estimates of N and S deposition by six regional models are evaluated.
  • The inclusion of sea salt sulfate emissions was found to be important.
  • Formation of NH3+NH4+ is generally underestimated in summer.
  • There is a general underestimation of wet deposition of reduced N by most models.
  • Different performance was found for the different models and pollutants.

 

Abstract:

In the framework of the UNECE Task Force on Measurement and Modelling (TFMM) under the Convention on Long-range Transboundary Air Pollution (LRTAP), the EURODELTAIII project is evaluating how well air quality models are able to reproduce observed pollutant air concentrations and deposition fluxes in Europe. In this paper the sulphur and nitrogen deposition estimates of six state-of-the-art regional models (CAMx, CHIMERE, EMEP MSC-W, LOTOS-EUROS, MINNI and CMAQ) are evaluated and compared for four intensive EMEP measurement periods (25 Feb – 26 Mar 2009; 17 Sep – 15 Oct 2008; 8 Jan – 4 Feb 2007 and 1–30 Jun 2006).

For sulphur, this study shows the importance of including sea salt sulphate emissions for obtaining better model results; CMAQ, the only model considering these emissions in its formulation, was the only model able to reproduce the high measured values of wet deposition of sulphur at coastal sites. MINNI and LOTOS-EUROS underestimate sulphate wet deposition for all periods and have low wet deposition efficiency for sulphur.

For reduced nitrogen, all the models underestimate both wet deposition and total air concentrations (ammonia plus ammonium) in the summer campaign, highlighting a potential lack of emissions (or incoming fluxes) in this period. In the rest of campaigns there is a general underestimation of wet deposition by all models (MINNI and CMAQ with the highest negative bias), with the exception of EMEP, which underestimates the least and even overestimates deposition in two campaigns. This model has higher scavenging deposition efficiency for the aerosol component, which seems to partly explain the different behaviour of the models.

For oxidized nitrogen, CMAQ, CAMx and MINNI predict the lowest wet deposition and the highest total air concentrations (nitric acid plus nitrates). Comparison with observations indicates a general underestimation of wet oxidized nitrogen deposition by these models, as well as an overestimation of total air concentration for all the campaigns, except for the 2006 campaign. This points to a low efficiency in the wet deposition of oxidized nitrogen for these models, especially with regards to the scavenging of nitric acid, which is the main driver of oxidized N deposition for all the models. CHIMERE, LOTOS-EUROS and EMEP agree better with the observations for both wet deposition and air concentration of oxidized nitrogen, although CHIMERE seems to overestimate wet deposition in the summer period. This requires further investigation, as the gas-particle equilibrium seems to be biased towards the gas phase (nitric acid) for this model.

In the case of MINNI, the frequent underestimation of wet deposition combined with an overestimation of atmospheric concentrations for the three pollutants indicates a low efficiency of the wet deposition processes. This can be due to several reasons, such as an underestimation of scavenging ratios, large vertical concentration gradients (resulting in small concentrations at cloud height) or a poor parameterization of clouds.

Large differences between models were also found for the estimates of dry deposition. However, the lack of suitable measurements makes it impossible to assess model performance for this process. These uncertainties should be addressed in future research, since dry deposition contributes significantly to the total deposition for the three deposited species, with values in the same range as wet deposition for most of the models, and with even higher values for some of them, especially for reduced nitrogen.


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Fanpost

Saisonbedingt erreichen uns wieder viele Anfragen zum Schiffsstempel unseres Forschungsschiffs „Ludwig Prandtl“. Natürlich kommt der Kapitän den Bitten um einen Stempelabdruck gerne nach. So steht er meist auch als erster Adressat auf der Postsendung. Aber es geht auch anders, wie uns dieser Fall zeigt: Man kann den Bordstempel direkt anschreiben.

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In vielen Fällen sind die Briefe und Karten für die Rücksendung sehr kreativ und aufwendig gestaltet. Doch hier kamen wir alle ein bisschen ins Grübeln: Die Vorderseite ziert ein bekanntes Gemälde von William Turner. Nun prangt der Stempel der „Ludwig Prandtl“ unter der Beschreibung des Kunstwerks auf der Kartenrückseite. Wie man jetzt da die Kurve kriegt … ?!

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Ringvorlesung „Naturschutz aktuell“ an der Leuphana Universität Lüneburg

Beitrag von Prof. Dr. Markus Quante

An der Leuphana Universität Lüneburg findet auch im Wintersemester 2016/2017 die traditionsreiche Ringvorlesung zu aktuellen Fragen des Naturschutzes statt. In diesem Semester bilden Vorträge von NOSCCA-Autoren zu neuen Erkenntnissen über Wirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme einen thematischen Schwerpunkt. Die öffentliche Ringvorlesung wird in diesem Semester von Professor Dr. Werner Härdtle (Institut für Ökologie) in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Markus Quante vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht organisiert.

Den Auftaktvortrag mit einem Überblick zum Nordseeklimabericht hat Prof. Dr. Markus Quante am 3. November gehalten. Prof. Dr. Norbert Hölzel von der Universität Münster hat zu den NOSCCA Ergebnissen im Bereich „Terrestrische Ökosysteme“ berichtet. „Moore im Klimawandel“ waren das Thema vom NOSCCA Leitautor Professor Dr. Lars Kutzbach von der Universität Hamburg und dem Exzellenz-Cluster CLISAP.

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Prof. Werner Härdtle (Uni Lüneburg) moderiert am 24.11.2016 an der Leuphana die Diskussion nach dem Vortrag von Prof. Lars Kutzbach (Uni Hamburg, CLISAP). Foto: Markus Quante

Weitere Vorträge mit NOSCCA Themen finden am 15.12.2016, dann spricht Prof. Dr. Corinna Schrum (HZG) über die „Die Nordsee im Klimawandel“, und am 05.01.2017, dann trägt Dr. Volker Matthias zum „Einfluss von Stickstoff auf Luftqualität und Klima“ vor, statt.

Die öffentliche Veranstaltung bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich aus erster Hand über neue Entwicklungen in der Klima- und Naturschutzforschung zu informieren. Die Vorträge finden jeweils donnerstags um 18.15 Uhr im Hörsaal 5 der Leuphana Universität Lüneburg statt.


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Bewerben für den Deutschen Studienpreis

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Screenshot Website Körber Stiftung, Deutscher Studienpreis

Die Körber Stiftung schreibt jährlich den Deutschen Studienpreis aus. Die Ausschreibung richtet sich an Promovierte aller wissenschaftlichen Disziplinen, die mit magna oder summa cum laude promoviert haben. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Wer also dieses Jahr mit einem exzellenten Ergebnis promoviert hat, kann sich bis zum 31.März 2017 für den Deutschen Studienpreis 2016 bewerben.

==> Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen


Ein Kommentar

Das Freitagsfoto

Heute liegt das Forschungszentrum unter einer dicken Nebeldecke. Wir nehmen uns einen Moment Zeit, um die Stimmung einzufangen und einen prüfenden Blick auf die Baustellengelände mit den Neubauten CCC (Coastal Competence Center) zu werfen.

Nanu, an diesem Foto vom Neubau Geb. 70 fällt uns etwas auf. Da fehlt doch was? Irgendwie … da war doch …?!? Sollte es der Nebel verschluckt haben? Wohl kaum, dafür ist es zu groß.

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Viel Vergnügen mit unserem Freitags-Nebel-Suchbild-Foto🙂 Wir wünschen ein schönes Adventswochenende!

(Fotos: HZG / Ina Frings)